Ueber die richtige Deutung der Seitenfortzätze an den Rücken- und Lendenwirbeln beim Menschen und bei den Säugethieren / von Andr. Retzius, M.D.
- Anders Retzius
- Date:
- [1849]
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Credit: Ueber die richtige Deutung der Seitenfortzätze an den Rücken- und Lendenwirbeln beim Menschen und bei den Säugethieren / von Andr. Retzius, M.D. Source: Wellcome Collection.
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![den Halstheil mit seinen grossen Halsrippenanhängen, den Rücken- und ]^endentheil in seiner Zusammengedrücktheit und seinem Mangel an Seitenfortsätzen, den Kreuztheil in seiner Aehnlichkeit mit dem Lendentheil und den Schwanz- theil in seinen grossen Fortsätzen. Schon Meckel sagt in seinem „System der vergleichen- den Anatomie (Th. II. Abth. 2, S. 269): „Den Monotre- men fehlen die Querfortsätze. Dies gilt jedoch nur für die Rücken- und Lendenwirbel imd verleiht dem Rückgraths- theile, welcher aus diesen Wirbeln besteht, ein ungewöhnli- ches Ansehen. Die Seiten des rippenführenden Theils des Rückgrathes stehen nämlich lothrecht und sind eben, ohne Querfortsätze. Der vordere Theil vom Brusttheile des Rück- grathes hat eine fast 5eckig prismatische Form, mit einem Winkel nach oben, welcher von den slaxk nach hinten ge- neigten, fast dachziegelförmig aufeinander liegenden kleinen Dornfortsätzen gebildet wird; in einigem Abstände von die- ser Mittelreihe gehen zwei Seitenränder theils von stumpfen Winkeln auf den Bögen (2te — 6te Rückenw.) theils von kleinen vorwärts gerichteten Mammillarfortsätzen, welche aussen vor den Gelenkfortsätzen (am 7ten bis zu und mit dem loten R.-W.) liegen, gebildet, ab. Am Ilten und an den folgenden Rückenwirbeln, wie auch an den Lendenwir- beln, sind die mamm. und Gelenkfortsätze mit einander ver- schmolzen und mehr nach aussen liegend, niedrig, platt und mit abgerundeten Enden. Unter diesen, vorzüglich von den nach einander in der Reihe folgenden, von den mamm. Fort- sätzen gebildeten Seitenwiukeln liegen die oben genannten, grösritentheils lothrecht stehenden, grossen Seitenflächen, von welchen, dem gewöhnlichen Verhalten zufolge, die Seiten- fortsätze mit ihren costalen Elementen ausgehen sollten, und mit denen nachher die Höcker der Rippen sonst im Allge- meinen articuliren. Wie bereits erwähnt ward, fehlen hier costale Fortsatzbildungen, wogegen au diesen Seiten kleine runde Löcher als Durchgänge für die Spinalnerven Ciieti-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2147543x_0091.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)