Ueber die Organisationsfahigkeit der Schalenhaut des Huhnereies und ihre Verwendung bei Transplantationen : eine experimentelle chirurgisch-histologische Studie / von R.Haug.
- Haug, Rudolf, 1860-1909.
- Date:
- 1889
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Credit: Ueber die Organisationsfahigkeit der Schalenhaut des Huhnereies und ihre Verwendung bei Transplantationen : eine experimentelle chirurgisch-histologische Studie / von R.Haug. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![besteht oder, dass durch den Luftdruck und die verschiedenen Affinitäten der Schalen- und Eiweissseite Yerhältnisse geschaffen werden, die erst sekundär die Lamelienbildung im Gefolge haben. Wir wissen ferner an der Hand der Membran-Diffusions- Versuche, dass es durchaus nicht gleichgültig ist, welche Seite z. B. gegen die Salzlösung und welche gegen das Wasser ge- setzt wird; die Diffusionsströmungen werden hiedurch wesentlich dirigirt. Ja, wir können gerade bei der Schalenhaut mit Exaxt- heit nachweisen, dass sich die Flüssigkeiten blos von der Schalen- nach der Eiweissseite zu filtriren lassen, nicht aber umgekehrt. Ich habe dieses eigenartigen Verhaltens der Membran schon desshalb hier Erwähnung gethan, weil wir bei den Ex- perimenten sehen werden, dass das Gelingen derselben durch seine jeweilige Lagerung\bestimmt/geradezu\ wird und dass diese Eigenschaft sehr viel zur Erklärung der Organisirung beiträgt. Sehen wir nun ganz ab von diesen chemischen und physikalischen Qualitäten der Membran, so können wir uns theorethisch ganz gut die Brauchbarkeit derselben zur Trans- plantation imputiren, da sie einerseits trotz ihrer Entfernung aus dem lebenden Organismus, als Eest der Schleimhaut der Eileiter des Huhnes aufgefasst, ihre Eigenschaft als organisches und organisationsfähiges Material nicht verliert, andererseits gerade durch ihre Eesistenz und ausserordentliche Schmiegsam- keit die Bedingungen der subtilsten Applikation leichter er- füllen hilft. Als lebendes Gewebe, das aus eigener Initiative im Stande wäre, zur Proliferation von Zellen beizutragen, können wir die Schalenhaut auf keinen Fall betrachten. Aber es ist ja eine durch Yersuche erhärtete Thatsache, dass die ]N'eubildung von Geweben und Gelassen auch statt- finden kann durch Einwanderung von Wanderzellen in das todte, aber noch organisationsfähig gebliebene Material, und es ist ohne Yorurtheil kein Grund vorhanden, anzunehmen, dass dies bei der Membran nicht auch vor sich gehen könnte.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21219497_0018.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)