Medicinisches aus der Geschichte / / von Dr Hermann Vierordt, Professor de Medizin an de Universität Tübingen.
- Vierordt, Hermann, 1853-1943.
- Date:
- 1910
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Credit: Medicinisches aus der Geschichte / / von Dr Hermann Vierordt, Professor de Medizin an de Universität Tübingen. Source: Wellcome Collection.
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![an Podagra gelitten und konnte vor seinem Tode längere Zeit nicht mehr recht gehen — eine Bestätigung der Echtheit des In- haltes des Grabes. Der gut erhaltene Schädel war im Verhältnis zur Körpergrösse — nach J. B. Davisaus Schenkel- und Schienbein berechnet = 174,8 cm — klein, rundlich, breit und niedrig, hyperbra- chykephal (Index 90, 3), orthognath (85%) mit bedeutender Diffe- renz zwischen Gesichtshöhe und Obergesichtshöhe und hervor- tretenden Backenknochen und Kinn, durchaus, wie es auch L e i b n i z bezüghch seiner Abstammung annahm, mehr slavischen, speziell polnischen oder slovenischen, Charakter aufweisend. Die nachfolgende Tabelle ist, unter Ausschluss eigentlich pathologischer Gehirne, mit Auswahl aus verschiedenen Autoren, Welcher'^), H. H. Donaldson^), G. Sperino'^) zusammengestellt und um einiges vermehrt worden; sie hätte um vieles ausführlicher sein können, wenn sie sich nicht auf die »Berühmtheiten« im en- gern und eigentlichen Sinne beschränkt hätte. Bei Sperino sind 40 aufgeführt; eine ausgiebigere, 58 bedeutende und berühmte Männer umfassende, wie ich aber hervorheben muss, nicht durch- weg einwandfreie Tabelle gibt Buschan ^). Zur Erläuterung der in der Tabelle verzeichneten Werte sei bemerkt, dass das mittlere Gewicht des (gesunden) männli- chen Gehirns für europäische Völker ohne besondere Rücksicht auf das Lebensalter 1357 also rund 1360 g beträgt. Welcher gibt in seinen verschiedenen Auf Sätzen wechselnd 1390, 1380, einmal das »gewöhnliche« Gehirn auch zu 1360 g an, er bezeichnetselbst den Wert 1380 als »gewiss sehr hoch« und führt an, dass viele sich 1) Thesaurus craniorum. London 1875 p. 77 = Die Körperlänge ist in diesem Fall (47 -f- 38,5) 2 -\- 3,75 cm = 174,75 cm. Weniger erhält man nach Manouvrier's Verfahren (s. p. 23). 2) Lp. 12 c. 129 [Dante-Jahrbuch 1867 p. 50]. 3) The growth of the brain, London 1895 P- 128. 4) Descrizione morfologica dell' encefalo del Prof. Carlo Giacomini. Internationale Monatsschrift für Anatomie und Physiologie. Bd. XVIII 1901 p. 312 — Tabelle p. 318—322. 5) Aerztliches Vereinsblatt für Deutschland. Nr. 319. 1896 p. 39. 6) vgl. meine »Daten und Tabellen«, 3. Auflage, p. 76. 7) 1. p. 12 c. p. 130.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24758735_0033.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


