Axel Key's Schulhygienische untersuchungen / In deutscher bearbeitung herausgegeben von dr. Leo Burgerstein ... Mit 12 kurventafeln.
- Axel Key
- Date:
- 1889
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Credit: Axel Key's Schulhygienische untersuchungen / In deutscher bearbeitung herausgegeben von dr. Leo Burgerstein ... Mit 12 kurventafeln. Source: Wellcome Collection.
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![114—116.] termines 1883 ausgeftthrt, weil man zu dieser Zeit weder den ungewöhnlich günstigen Gesundheitszustand nach den Sommer- ferien, noch die Steigerung des Kränklichkeitsprozentes, die wohl in den letzten Wochen des Frühjahrstermins eintreten dürfte, zu erwarten hat. Die Anforderungen, welche an Rektoren, Lehrer und ganz besonders Ärzte gestellt wurden, waren sehr grofs. Das Komitee fühlt sich daher, besonders letzteren, auch Hausärzten gegenüber, zu grofsem Dank verpflichtet. Aus den Angaben geht hervor1, dafs die Statistik keine crröfsere Prozentzahl kranker Schulkinder und bei denselben O vorkommender Krankheiten aufweisen kann, als dies in der Wirklichkeit der Fall ist. Alles weist hingegen darauf hin, dafs eine noch eingehendere ärztliche Untersuchung wenigstens bei einem Teil der Schulen deren Prozentzahlen weiter er- höhen würde. Bei der Bearbeitung der Primärtabellen wurde das Prinzip beobachtet, dafs in den Fällen, wo die Angaben die Veranlassung zu irgend einem Zweifel boten, ob ein Schüler als krank oder gesund aufgenommen werden sollte, derselbe immer als gesund eingestellt wurde. Ebenso wurde ein angegebenes Leiden nicht aufgenommen, soweit irgend ein Zweifel daran gefunden werden konnte, ob es wirklich ernsterer und langwieriger oder blofs zufälliger Art sei. Keine zufällige, akute Krankheit, wurde in Rechnung ge- zogen. Die Frage nach solchen hatte blofs den Zweck, Ver- wechselungen und Zweifeln vorzubeugen. Die statistische Ver- folgung dieser Krankheiten wäre jedoch von grofsem Wert. Was die Bedeutung der Kränklichkeitszustände betrifft, denen nachgefragt wurde, sagt die dänische Kommission mit Hinblick auf ihre Statistik: „Selbst wenn Kinder, die an diesen Krankheiten leiden, oft nicht als eigentlich krank betrachtet werden, so sind sie doch . . . nicht normal, so dafs man sowohl von Seite des Hauses als der Schule besonders aufmerksam auf deren Gesundheitszustand sein und alles thun sollte, was im Bereiche der Möglichkeit liegt, um einer weiteren Ent- wickelung des kränklichen Zustandes oder der vorhandenen Disposition zur Krankheit entgegenzuarbeiten.“ Man wird aus 1 Kky beweist dies eingehender. — B.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28098985_0037.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


