Ueber Keratose : oder die durch Bildung von Hornsubstanz erzeugten Krankheiten und ihre Behandlung / von Hermann Lebert.
- Hermann Lebert
- Date:
- 1864
Licence: Public Domain Mark
Credit: Ueber Keratose : oder die durch Bildung von Hornsubstanz erzeugten Krankheiten und ihre Behandlung / von Hermann Lebert. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
131/166 (page 123)
![/war entweder mit engen Oettmingen, welche von dicken Tvnollen umgeben sind, oder mit weite]- Oetlhung- und kleinen Knollen statt dei- Kasenflng’ol. Die Ohrenötlhungen sind in dei- Regel mehr vei-- legt, indessen tindet man bei surgtaltigem Suchen ihre Oefhuing. Statt der verkümmerten Helix und Anihehx ündet man höcki-ige A>/f/cry//?6--Wncheruugeu. lieber die Entwicklung des äussern (delior- ganges liegen leider keine genauen Beschreibungen vor. Nicht selten sind die Zehen verzogen und verkümmert, zuweilen sogar Hände und Küsse ditform; oder Zehen missgestaltet. Erstere mitunter sind nur einzelne Eiliger haben öfters etwas Krallenartiges. 'Die Structiir zeigt .^^/fferwfs-Wiichcrung als hauptsächliches Element. Ausserdem sind aber auch Culis und Drüsen im Zustande der Tlnperplasie; die Papillen sind verdickt und verlängert. Das Slral'/tm Malpiphii ist hauptsächlich der Bitz der HjipexLrophie. Jedoch existiren genaue Beobachtungen sow-ohl an Menschen, als an Thicren, welche iiu Innern der Talgdrüsen, der Bchweissdriisen, der Haarsäcke eine dichtgedrängte hyjierjilasische - Masse nachgewiesen haben. Besonders schön ist dies in dein Kalle von Müller und Kö 1 liker beschrieben, und nähern diese histologischen Beobachtungen die Kcraloais clifjum inlrnulerina manclien bei (-le- legenhcit der Entwickelung der Hauthörner beschriebenen Thatsaclien. Die am Kalbs-gemachten Beobachtungen von . E i ob r e i c h und namentlich die von Harpeck weisen auch gradezu nach, dass hier das Epilhel der Haarsäcke der Hauptsitz und Ausgtingsjnnikt der angeborenen dillusen Keralosc gcNvorden ist. Es ist dies ein neue]- Berührungspunkt der Keratose mit den Erkrankungen der Hautdrüsen im Allgemeinen, sowie auch ein Beweis dafür, dass sämmtliche Theile der verschiedenen Epiderinü\t\.^en\ mit allen Ein- iind Ausstül])ungeii in verschiedenem (j'radc bei allen Können der Krralnse betheiligt sein können. Die scheinbare llauhheit der Oberliäche der Blatten rührt nicht bloss von der ^^)\\Vc\v-1b/ijerlropkie her, sondern auch von den kleinen Oellhungen, welche den AVollhaaj-cn den l)urchtritt gestatten. Noch viel unebener aber ist die untere Eläche jener Bchilder, welche manchmal ein fast stacheliges Aussehen haben kann, indem Vertiefun- gen und cylindei-förmige Erhöhungen den Drüsengängen entsprocluind bestehen können. Auf senkrechten Bchnitten erscheint die Btructur nicht selten fasernähnlich, sowie auf horizontalen concenirisch; in- dessen schon dm-ch Behandeln mit Bchwcfelsänre und noch besser mit verdünnte)- Natronlauge kann man die einzelnen entweder kern- lialtigen otlc-i- kernlosen Epidermi/i'mXieiW erkennen. Hauttalg hndet](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22336096_0133.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)