Ueber Keratose : oder die durch Bildung von Hornsubstanz erzeugten Krankheiten und ihre Behandlung / von Hermann Lebert.
- Hermann Lebert
- Date:
- 1864
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Credit: Ueber Keratose : oder die durch Bildung von Hornsubstanz erzeugten Krankheiten und ihre Behandlung / von Hermann Lebert. Source: Wellcome Collection.
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![düngen heller, mehr weissgelb, durchsichtig, und zeigt nur im (Zen- trum eine mehr unregelmässige mattweisse Färbung. Die mikroskopische Untersuchung ergiebt in dem grösseren Ilornanswuchse in der inneren lockeren grangelblichen Schicht neben weniger fest an einander liegenden .Eyj/(icr^«?.i'-Schuppen eine Menge kleiner, unregelmässiger, scharf contonrirter, stark Licht brechender Körper; dieselben quellen in Wasser nur sehr langsam und sehr wenig auf Setzt man jedoch zur wässrigen Enmlsmi concentrirte Essigsäure hinzu, so quellen sic alsbald auf, die Me7nl>nm schwindet allmälig scheinbar ganz und es bleiben nur ein oder zwei kleine Kerne zurück. Alles dieses sj^richt dafür, dass es sich um in Yer- hornung begriffene Eiterzellen handelt. Die eigentliche Hornsub- , stanz besteht ebenfalls hauptsächlich aus geschichteten EiyUlennis- Lamellen, welche, in Längsrichtung geschichtet, eiu mehr streifiges Ansehen haben, in der Querrichtung aber mehr platte PHastere|)i- thelien zeigen, welche besonders durch Zusatz von etwas Kalilauge aufl^uellen, sehr deutlich werden, aber keine Kerne mehr zeigen. An vielen Stellen sieht man mehr fettige - Elemente; diese sind besonders deutlich auf dem Durchschnitte eines der kleinen Hornauswüchse. Man sicht hier sehr deutlich, namentlich in den Längsschnitten, zwischen einer helleren aus cpidcrmoidaler Tüldung bestehenden Substanz dunklere, unregelmässige, cylindei'förmige oder säulenartige Parthien, welche bald mehr oder weniger regelmässig mit helleren abwechseln, bald unregelmässig zwischen diesen hinein- geschoben scheinen, auch stellenweise dichter bei einander liegen und nur wenig hellere Zwischensubstanz wahrnehmen lassen. Es versteht sich von selbst, dass jene dunkleren Parthien nur so unter dem Mikroskope erscheinen imd in AVirklichkeit die helleren und matteren sind. Es lag mir sehr daran zu sehen, ob es sich hier um mehr reine Talgcylinder oder Säulen aus verfetteten K^A/fcr/^/w-Lamellen han- delt. Die mikroskopische Untersuchung ergab, dass verhältniss- niässig nur sehr wenig Fett in freien Körnchen vorhanden war. Dagfcigen zeigten sich alle möglichen Uebergänge von noch durch- sichtigen, an vielen Stellen feine körnigte dunkle Aggregate zeigen- den L]p?ffe-w.?s-Hlättchen bis zu vollständig damit erfüllten, welche alsdann, dicht beisammen liegend, jene unregelmässigen säulen- oder cylinderförmigen dunklen Parthien bildeten. Wahrscheinlich waren es Querschnitte derselben, welche wie verfettete concentrische Epi- de?'7ms-l^ester in hellerer Substanz zerstreut lagen. Acliizelmier Fall. Alibert*'') spricht in dem 4. Bande des Dictionnaire des Sciences medicales unter dem Auffilhren seltener iälle von zwei Ilornauswüchsen, welche am Hinterhaupte eines *) Dictionnaire des Sciences medicales, T. lY. p. 251. 1813. Alibert description des Maladics de la peau, Paris 1806, p. 172. ' ’](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22336096_0025.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)