Ueber Keratose : oder die durch Bildung von Hornsubstanz erzeugten Krankheiten und ihre Behandlung / von Hermann Lebert.
- Hermann Lebert
- Date:
- 1864
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Credit: Ueber Keratose : oder die durch Bildung von Hornsubstanz erzeugten Krankheiten und ihre Behandlung / von Hermann Lebert. Source: Wellcome Collection.
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![zusanuneii zu hängen, und sic sclicint sein' bcAveglicli. -Mit Ixcclit beraei'kt der Hericliterstattci’ der Gesellschaft, dass es bessei g’C- Avesen wäre, das Horn an der AVurzel zu exstirpiron, als es bloss abzusägen. Nomiunddrcisüiysicr Fall. AHcc]-d,Azyr theilt der bociete royale de luedicine folgende Heobaclitung mit; dieselbe gehört dein l)r. LePrince in Dreux: Hin 35jähriger bcliuster verAVundete sich beim liasiren seitlich vom rechten Auge, etAva in der Mitte zAvischen Auge und (Jhr, Hs kamen einige Tropfen Blut. Bald zeigte sich eine dünne und weiche Karbe. Acht 'fage sjiäter vei'letzte er sich beim Rasiren an der gleichen Stelle. Hinige Zeit darauf bemerkte er dort einen harten .spitzen Körper, Avelchcr in ZAVei Monaten um G Linien Avuehs. Seitdem nun nahm das GeAAu'ichs immer mehr zu. Bei seiner Vorstellung liat er einen konischen AusAvnchs, Avelcher leicht gewunden ist, an seiner Basis 1 Zoll und 2^1., Linien Durch- messer zeigt, eine unregelmässige Oberfläche zeigt und o Zoll Länge hat. An der Basis findet sich eine Verengerung in Holge einer nutz- los angeAvandten Ligatur. Die Spitze ist stumpf' um die Basis herum befinden sich viele stark injicitte kleine Gelasse. Der ganzen Länge nach zeigt das Horn einen streifigen Anblick. Der Kranke leidet sehr, besonders ist die Haut an der Basis sehr empfindlich. Der Schmerz erstreckt sich über die ganze Kopfhaut. Jede Heiäihrung derselben bewirkt Schmei’zen bis zum Horn. Auch Kälte macht einen schmerzhaften Hindruck, soAA'ie die leichteste HrschütterungT Wahrscheinlich hängt die GescliAvulst mit dom l’eriost zusammen, und hätte man sie früluir exstirpirt, so Avürtle mau dem Patienten viele Leiden erspart haben. J ü’rz/(^(>‘l(‘r Fall. Bruns citirt folgenden Hall von Blas- berg. Hin 8-ljähriger Mann, aus der Arbeits-Anstalt entlassen, kam mit einem spitz zulaufenden, über 3 Zoll langen, an der l’asis 1 Zoll im Durchmesser haltenden Home in seine Heimafh. Dieses Horn sass in der rechten Schlälengegend, nicht fern vom Auge, und führte keine Aveiteren Beschwerden mit sich; es war aus einer \Varze entstanden und seit ungefähr 1 Jahren bis zur jetzigen Ausdehnung gcAvachsen. Es stand in grader Richtung vom Jvo})fe ab und war nur an der S])ilze ein Avenig gebogen. Der ]\lann fand einen Quack- salber, der ihm sein Horn ohne Schaden Avegzubringen versprach; durch eine ätzende Salbe entfernte er es auch bald, aber nicht ohne Schaden für den Kranken, denn dieser bekam an der Stelle des Hornes ein sehr schmerzhaftes und allmälig immer grösser Averden- des KrebsgescliAvür, an Avelchem er vier IMonate später starb. ^ 1) Histoirc de la Societe royale de medicine, aniiee 1782 p. 294. PI. I. Fig. 4 et ö. — Bei Meckel falsch citirt. — Voigtei, Path. Anatomie I. Bd. p Tb. Boy er Bd. XT, p. i;^0. 2) Op. cit. I. p. K-IO. — Casper, Wochenschrift 1846. p. 830.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22336096_0037.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)