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Credit: Babylonien und Assyrien / von Bruno Meissner. Source: Wellcome Collection.
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![Königs zu schicken; sogar ein Mann wie Warad-Bunene, der als Sklave ins Ausland verkauft war, fühlte nach seiner Rück¬ kehr, wie er selbst sagt, gar keine Lust mehr, ,.unter die Soldaten zu gehen'^. So können wir einen Verfall des kriegerischen Geistes und eine Unlust zum Militärdienst beobachten, die schließlich wohl sogar den Sturz der Dynastie herbeigeführt hat. Die K 0 s s ä e r, die anfangs als Erntearbeiter in die Ebene gekommen waren, dann Militärdienste genommen und sich schließlich zu Herren des ganzen Landes gemacht hatten, zeigten sich in der Folge in keiner Weise fähig, die Traditionen der guten alten Zeit fortzuführen. Ihr allerdings nicht zu unterschätzendes Verdienst war es, Pferde in größerer x\nzahl aus ihrer Heimat mitgebracht und die Truppe der Wagenkämpfer in Babylonien eingeführt zu haben. Pferde, die in der Hammurapiperiode noch äußerst selten vorkamen, ..gab es“ nach dem Aussimiche eines Chattikönigs nun in Babylonien ..mehr ivie Stroh''^. Damit sind aber die Verdienste der Kossäer um das Heer wohl erschöpft. Auch militärisch kam das Land immer mehr herunter. In dem großen liriege, den Chattuschil von Chatti mit Ramses II von Ägypten führte, hatte sich der erste auch an den babylonischen König Kadaschman-Turgu um Hilfe gewandt, und der hatte ihm hilfs¬ bereit geantwortet: [..Wenn deine Soldaten n]ach Ägypten ziehen, werde ich mit dir ziehen. ... Ich iverde kommen, und die Fu߬ truppen und Wagen, soviel mit mir sind, sind zum Marschieren [bereit]''^, aber ob er sein Versprechen wahr gemacht, scheint doch recht ungewiß zu sein. Jedenfalls wurde das Land immer mehr ein Spielball der kräftigen Nachbarn im Osten und des aufstrebenden Assyriens, Auch nach der Vertreibung der Fremd¬ herrscher blieb das Land militärisch schwach. Von so tapferen Kämpfen, wie sie Nebukadnezar I unterstützt von seinem muti¬ gen General Ritti-Marduk gegen Chulteludisch von Elam führte, wo im Monat Tammuz trotz glühender Hitze ..zwischen ihnen das Feuer entbrannte, von ihrem Staube das Antlitz der Sonne ver¬ finstert wurde, und der Sturm dahinfegte, der Wind tobte^^‘^. hören wir nur selten. Es scheint, daß die Heere, mit denen Nebukadnezar seine Schlachten schlug, im wesentlichen aus Söldnern bestanden. Die Texte, aus denen wir diese Schlüsse ziehen können, stammen zwar größtenteils erst aus der Perserzeit, aber es ist anzunehmen, 1 CT. VI, 29. 2 KBg. 1, Nr. 10, 41. » KBg. 1, Nr. 10, 62f. 4 BBSt. 32, 30 ff.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2982753x_0001_0099.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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