Beiträge zur Kenntniss thierischer und pflanzlicher Eiweisskörper : Inaugural-Dissertation zur Erlangung der medicinischen Doctorwürde der medicinischen Facultä zu Strassburg i./E. vorgelegt / von Theodor Weyl.
- Theodor Weyl
- Date:
- 1877
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Credit: Beiträge zur Kenntniss thierischer und pflanzlicher Eiweisskörper : Inaugural-Dissertation zur Erlangung der medicinischen Doctorwürde der medicinischen Facultä zu Strassburg i./E. vorgelegt / von Theodor Weyl. Source: Wellcome Collection.
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![Produkt erklären, welches unter die Kategorie von Aschersons Haptogenmembran (Traubes Nie- derschlagsmembran) fällt. (x) Hauptsächlich die Existenz dieser Membran war es nun, welche Naegeli veranlasste die Grystalle der Para-Nuss als Crystalloide zu bezeichnen und ihre Grystallnatur in Abrede zu stellen. Da man bei geeigneter Behandlung membranlose Grystalle erhält, wird dieser Einwand Naegelis nicht mehr bestehen bleiben können. Auch auf die übrigen Unterschiede, welche derselbe Forscher zwischen Grystallen und Crystalloiden aufstellt, werde ich nicht näher eingehen, da dieselben für membranlose Cry- stalle keine Geltung besitzen. Ausserdem ist es aber, wie ich höre, in jüngster Zeit gelungen die Grystalle der Para-Nuss künstlich darzustellen.(2) Hierdurch wäre die Grystallnatur dieser Gebilde bewic- 4 sen, an welcher wir übrigens auch nach den bis jetzt be- kannten Daten kaum mehr zweifeln dürfen. Obgleich mir nun die oben geschilderten Methoden die Möglichkeit gezeigt hatten membranlose Grystalle darzustellen, musste ich trotzdem darauf verzichten das Vitellin der Para- Nüsse in crystallinischem Zustande der Analyse zu unter- werfen. Ich habe mich nämlich überzeugt, dass es unmöglich ist nach Hartigs Methode die Grystalle frei von Weisskernen, Gellulosemembranen u. s. w. zu erhalten. Ebenso wenig (') Aether bringt bei längerer Berührung gleichfalls eine solche Haptogenmembran hervor. Es wirkt aber viel langsamer als das Wasser. Vergl. über derartige Membranbildnngen: Naegeli u. Gramer (Pflanzenphysiolg. Unters. Heft I, S. 9 (1855). Naegeli hat, wie es scheint, zuerst die Bildung einer «Plasmamembran» bei Berührung von Protoplasma mit beobachtet. — Kühne; Protoplasma S. 36 (1864). — Pfeffer a. a. 0 S. 449 u. 450. — M. Schnitze (Protopl. d. Rhizop. d. S. 21 [1863]) sah auf Zutritt von Wasser die Körnchenbewegung in den Pseudopodien einer Gromia langsamer werden. Ich bin geneigt dies Ver- halten auf die Bildung einer solchen Haptogenmembran zurückzuführen. (2) Aus diesem Grunde habe ich selbst alle derartigen Versuche unterlassen. — Die Grystalle, welche Maschke (Bot. Zeitg. 1859, S. 441) aus der Lösung in warmem Wasser darstellte, können aus unveränder- tem Vitellin nicht bestanden haben.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22356381_0023.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


