Grundriss der anorganischen Chemie mit besonderer Berücksichtigung der allgemeinen Chemie / von Carl Oppenheimer.
- Carl Oppenheimer
- Date:
- 1927
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Credit: Grundriss der anorganischen Chemie mit besonderer Berücksichtigung der allgemeinen Chemie / von Carl Oppenheimer. Source: Wellcome Collection.
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![Faktoren zusamniensetzt, die man als Quantitätsfaktor und als lutensitätsfaktor (Potential) bezeichnet. Bei dem gegebenen Beispiel des Steines war der Qnantitätsfaktor das Gewicht, der lutensitätsfaktor die Strecke der Erhebung, der Hub von dem Punkte aus, wo er vorher gelegen hatte. Für die kinetische oder Bewegungsenergie sind die Faktoren die halbe Masse und das Quadrat der Geschwindig- keit. für Volumenergie Volumänderung und Druck, für die Wärme die Kapazität^) (Aufnahmefähigkeit) des Stoffes und die Temperatur, für die elektrische Energie die Elektrizitätsmenge und die elektromotorische Kraft (Span- nung), für chemische Energie die wirksame Masse und die Affinität (§ 25). Nach diesen Maßen gemessen, sind also alle Energiemengen aufeinander zu beziehen, die in den konventionellen Maßen angegebenen Energiemengen, wie Calorie, Mkg., Watt usw., ineinander umzurechnen, und alle auf die absolute Einheit der Arbeit und der Energie, das Erg zu beziehen (s. Tab. § 164). § 5. Iler erste Hauptsatz der Energielehre sagt nun aus, daß alle noch so verwickelten Umsetzungen von Ener- gie immer äquivalente Zahlenwerte liefern, daß also der Gesamtwert an urngewandelter Energie konstant bleibt. Nur ihre Erscheinungsform und die materiellen Träger der Energie wechseln bei den Transformationen, die Zahlengröße der Gesamtenergie bleibt völlig iingeändert“). Wenn eine Energiemenge bestimmter Form scheinbar verschwindet, taucht an ihrer Stelle eine andere in dem- selben Ausmaße auf. Umgekehrt ausgedrückt, wenn irgendwo Energie oder Arbeit auftritt, hat sie ihre Quelle im Verbrauch an- derer Energie: Neuschaflung von Energie, das berühmte ') Wärmekapazität auf 1 g hezogen ist die spezifische Wä rine (i^ 22), umgekehrt also ^Värmekapazität =- spezifische V ärme X iMasse. Wählt mau als IMasseneinheit nichtig, sondern ein IMolekulargewicht, resp Atomgewicht in Gramm, so erhält man durch Vervielfachung der s])ez AViiime mit dieser Zahl in Gramm die sehr wichtigen Konstanten: Molarvvärine resp. A tom wärme. *) Dies ist nach dem § 4 Gesagten selbstverständlich, wenn es in letzter Linie überhaiqjt nur eine Energieform, die elektro- magnetische, gibt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29808194_0019.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)