Grundriss der anorganischen Chemie mit besonderer Berücksichtigung der allgemeinen Chemie / von Carl Oppenheimer.
- Carl Oppenheimer
- Date:
- 1927
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Credit: Grundriss der anorganischen Chemie mit besonderer Berücksichtigung der allgemeinen Chemie / von Carl Oppenheimer. Source: Wellcome Collection.
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![tritt, oder solche, bei denen elektrische Ströme sich ergeben. Solche Arbeitsleistungen können über auch so erfolgen, daß außer der Abnahme der inneren Energie noch aufgenommene Energie zur Arbeit mitvorvvendet wird, oder auch nur zu- geführte Energie die Arbeit leistet, die innere Energie sogar noch zunimmt (oben 5). Als einfaches Beispiel dafür sei angeführt die Verdampfung von Wasser: für ein Mol. = 18 g braucht man an äußerer Wärmezufuhr -|- Q = 9710 (kleine) cal. Davon werden verbraucht zu A, Überwindung des Atmosphärendruckes, 740 cal. Es bleiben also für Zuwachs an innerer Energie (— U) im Wasser- dampf (Energie der Gase als Funktion der Temperatur, vgl. § 15) 8970 cal. Der zweite Hauptsatz der Energielelire. § 6, Der erste Hauptsatz der Energielebre, die Konstanz der Energien, ist durchans nicht ohne weiteres ersichtlich. Denn wenn wir eine Arbeit aufwenden, um eine Energie zu schaffen, und dann aus dieser Energie durch irgendeine Transformation neue Arbeit erzeugen, so ist niemals der Gewinn an irgendeiner gewünschten Energieform ebenso groß wie die Umsetzung der früheren, gemessen an den üblichen Maßstäben. Dies liegt in der Praxis zum Teil stets an der Unvollkommenheit unserer Maschinen, es treten rein tatsächliche Verluste ein, so durch Reibung, durch Stromverluste, Dampfverluste nsw. Aber ein anderer Teil dieses ständigen Verlustes liegt nicht an solchen Unvollkommenheiten menschlicher Werk- zeuge, sondern ist einem Naturgesetz zuzuschreiben. Wir haben bereits gesagt, daß bei sehr vielen Umsetzungen einer Energieform in eine Arbeit nebenher noch Wärme entsteht, so bei elektrischen Umsetzungen als AViderstands- wärme, bei mechanischen als Reibungswärme, bei cbe- mischen als Reaktionswärme usw. Dieser AVärme- bildung sind die theoretisch unvermeidlichen ArbeitsVerluste zuzuschroiben. Diese AVänne bleibt zwar als Energiemenge erhalten, der 1. Hau])tsatz also in Kraft, aber sie verliert durch Abkühlung, durch](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29808194_0022.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)