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Credit: Medicinisches aus der ältesten Kirchengeschichte. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University.
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![man den Abscheu, den auch noch die Christen des 4. Jahrhun- derts vor den heidnischen Göttern gehegt haben, wenn man an eine bewusste Umbildung des Äskulapbildes zum Christusbilde denken zu dürfen meint. Wir haben bisher betrachtet, wie sich das älteste Christen- thum als Religion der „Heilung in den Gleichnissen, Ge- danken, Lehren und Bussordnungen ausgebaut hat. Es er- übrigt noch zu zeigen, dass es diesen Charakter auch in seinen Ordnungen zur Pflege der leiblich Kranken aus- geprägt hat. „Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht ... Was ihr gethan habt Einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir gethan. In diesen Worten hat der Stifter der Religion die dienende Liebe an den Kranken in den Mittelpunkt der Religion gestellt und sie allen seinen Jüngern auf die Seele gelegt. Die alte Christenheit hat diese Verpflich- tung im Herzen behalten1) und in der That verwirklicht. Man kann das noch aus den Resten der uns erhaltenen Literatur er- kennen, obgleich sie nicht zu dem Zwecke geschrieben ist, das Gedächtniss an die Werke der Barmherzigkeit zu erhalten. Zu- nächst begegnen uns überall Mahnungen, für die Kranken zu sorgen. „Tröstet die Kleinmüthigen, nehmt euch der Kranken an, schreibt der Apostel Paulus an die erregte, die nächsten Pflichten übersehende Gemeinde von Thessalonich2). In dem Kirchengebet, welches uns in dem ersten Clemensbrief erhalten ist, wird ausdrücklich für die seelisch und körperlich Leidenden gebetet11). „Ist Jemand krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, heisst es im Jakobusbrief4) — ein deutlicher Beweis, dass die Hülfe in Krankheitsfällen als eine Gemeindesache5) an- 1) Vgl. die schönen Ausführungen desLactant.,Div. inst.VI,12 (nament- lich p. 529 Brandt): „aegros quoque quibus defuerit qui adsistat, curandos fovendosque suscipere summae humanitatis et magnae operationis est. 2) I, 5, 14. 3) I Clem. 59: „zovq äoSzvüq (so ist wahrscheinlich zu lesen] l'aaai .... i^aväaTi/aov rovg da&ivovvzag, napaxdhtoov zovt; ohyoxpvxovvzac. Vgl. die späteren Krankengebetsformularien von App. Const, VHI, 10 an; s. ßinterim, Denkwürdigkeiten VI, 3 S. 17 ff. 4) C. 5. 14. 5) S. 1 Cor. 12,26: „Wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21021223_0119.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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