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Credit: Medicinisches aus der ältesten Kirchengeschichte. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University.
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No text description is available for this image![langen. Denn wie sie umsonst empfangen hat von Gott, so dient sie auch damit umsonst. Die populäre Vorstellung der ältesten Christen, wie der späteren Juden, war die, dass abgesehen von der zahllosen Menge von Dämonen, die in der Natur und in der Geschichte ihr ver- wegenes Spiel treiben, ein Jeder einen guten Engel zur Seite hat, der über ihn wacht, und einen bösen Geist, der auf ihn lauert.') Lässt er sich von diesem leiten, so ist er eigentlich schon „besessen, d. h. die Sünde selbst ist „Besessenheit. Die sklavische Abhängigkeit, in welche der Mensch geräth, der sich seinen Trieben überlässt, ist gut beobachtet, aber die Deutung ist naiv. An dem Dämonenglauben, wie er die christliche Welt im 2. und 3. Jahrhundert beherrscht hat, lassen sich leicht die Züge nachweisen, die ihn zu einer reactionären, die Cultur be- drohenden Erscheinung stempeln. Aber man darf doch nicht vergessen, dass er in seinem Kern einen sittlichen und darum auch einen geistigen Fortschritt barg: die Aufmerksamkeit auf das Böse und die Krkemitniss der Macht der Sünde und ihrer Herrschaft in der Welt. Desshalb hat auch ein so hochgebildeter Geist wie Tertullian sich ganz dem Dämonenglauben hingegeben. Es ist interessant zu sehen, wie sich in seiner ausführlichen Dar- stellung desselben in dem Apologeticus die griechisch-römischen und die jüdisch-christlichen Elemente verbunden haben. _Ich setze seine Ausführung vollständig hierher. Sie steht in dem Zusammenhang des Nachweises, dass hinter den todten Götzen aus Holz und Stein die Dämonen stecken, die aber, von den Christen gezwungen, sich als das bekennen müssen, was sie sind, nämlich als unreine Geister, nicht als Götter. An einigen Stellen klingt schon der Ton der Ironie und des Spotts über diese „armen Teufel an, der im Mittelalter so kräftig wurde, ohne doch den Dämonenglauben zu erschüttern. Aber im Ganzen ist die Darstellung höchst ernsthaft. Mit welchen Coefticienten das alte Christenthum belastet gewesen ist, mögen die] lernen, welche heute träumen, sie besässen es, wenn sie nur einige alte Glaubensformeln in Kraft erhielten2): 1) S. z. B. den Hirten des Hermas. 2) Neben Tertullian ist es der ältere Tatian gewesen, der in seiner „Rede an die Griechen c. 7—18 die genaueste Darlegung der christlichen Dämonen lehre gegeben hat. Die Dämonen haben das „Fatum eingeführt](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21021223_0091.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)