Hauptmomente in der geschichtlichen Entwickelung der medicinischen Therapie.
- Julius Petersen
- Date:
- 1877
Licence: Public Domain Mark
Credit: Hauptmomente in der geschichtlichen Entwickelung der medicinischen Therapie. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University.
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![streng wissenschaftlichen Richtung weichen. Die Re- form der Medicin ist unvermeidlich, und wir können ihr nur dadurch ein Ziel setzen, dass wir sie beschleunigen. Nur was in dem Principe der Naturwissenschaften begründet und aus diesen abgeleitet werden kann, darf auf die praktische Medicin übertragen werden; alles Andere gehört in das Reich der Mystik, und kann der leidenden Menschheit nicht frommen [??]». «Unsere Vorfahren haben stets zum Wohle der leidenden Menschheit gearbeitet, ohne sich viel um das Gedeihen der Wissenschaft bekümmert zu haben. Wir arbeiten nicht nur zum Wohle der Menschheit, sondern auch zum Gedeihen der Wissenschaft! So wie sich unsere Vorfahren mehr um den Erfolg ihrer Kuren bekümmerten, so bekümmern wir uns mehr um den Er- folg unserer Forschungen. Unsere Tendenz ist daher eine rein wissenschaftliche. Wenn nun auch durch diese rein wissenschaftliche Tendenz ein Arcanum um das andere schwindet; wenn auch die Reihe der specifischen Mittel immer mehr und mehr sich lichtet; wenn auch der mystische Dunstkreis, in dem unsere Vorfahren sich gravitätisch bewegten, immer mehr und mehr zerstäubt; wenn auch die fromme Schaar der Gläubigen immer ge- ringer und der Wirkungskreis des praktischen Arztes immer enger und enger gezogen wird: so tritt doch die praktische Medicin in Verbindung mit den Naturwissen- schaften, aus denen sie einzig und allein abgeleitet werden muss, und erhält eine feste Grundlage, wie sie alle Natur- Avissenschaften besitzen; so entladen wir uns eines un- nützen Wustes von Mitteln, die der Unwissenheit und der Anmaassung mehr, denn der bescheidenen Kunst und der leidenden Menschheit zu Statten kommen; so ent- larven und entwaffnen wir die Quacksalber, die Sectirer, die Mystiker und den ganzen Tross der Afterärzte, die ihren Ursprung einzig und allein aus den Untiefen unseres bisherigen Heilverfahrens herleiten; so entziehen wir uns](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21008371_0205.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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