Hauptmomente in der geschichtlichen Entwickelung der medicinischen Therapie.
- Julius Petersen
- Date:
- 1877
Licence: Public Domain Mark
Credit: Hauptmomente in der geschichtlichen Entwickelung der medicinischen Therapie. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University.
302/426 page 290
![sondern vorzugsweise nur durch die Statistik. In der Recension folgt nun eine lange und grossartige Lobrede auf die Methode der ächten Statistik. Uebrigens tritt auch hier das Archiv, wie stets in seinen späteren Jahren, mit überlegener Mässigung auf, und fügt in hübscher and- vermittelnder Weise hinzu: »Wahre Empirie und ächte, mit Kritik und Behutsamkeit auftretende Ratio- nalität stehen in der Therapie so wenig, als in irgend einer Naturwissenschaft in unversöhnlichem Gegensatz; sie ergänzen sich gegenseitig; sie arbeiten auf dasselbe Ziel hin, wenn auch mit verschiedenen Hülfsmitteln und getragen von verschiedenen Methoden. Ueber die gleich- zeitige Berechtigung beider Wege wird deshalb kein Streit möglich sein. Lassen wir Jedem seine Vorliebe für die Richtung, welche ihm besonders am Herzen liegt, in der Ueberzeugung, dass ohne Aufopferung und Enthusiasmus in so ungemein schwierigen Fragen, wie die therapeuti- schen Probleme sie uns in der That darstellen, an kein Vorwärtskommen zu denken ist.» Auch jetzt gebrach es der rationellen Richtung nicht an Enthusiasmus. Beneke gründete einen «Verein für gemeinschaftliche Arbeiten zur Förderung der wissen- schaftlichen Heilkunde»; dieser Verein gründete wieder ein Archiv (A. der wissenschaftlichen Heilkunde) unter der Leitung von Beneke und dem Hallenser Profes.sor Jul. Vogel, und war] ausserdem durch Monographieen thätig. Beneke war u. A. auch auf dem Gebiet der Balneotherapie besonders wirksam. Am bekanntesten sind seine Untersuchungen über Molkenkuren, deren Wirk- ungen er auf völlig rationelle Weise erklären zu können glaubte. Indessen bot sein umfassendes Werk über «die Rationalität der Molkenkuren» doch auch viele recht schwache Punkte, und legte für die Haltbarkeit des rationellen Strebens kein gerade glänzendes Zeugniss ab. Seine weniger bekannten Untersuchungen über die Wirk- ungen des Seebades und der Seeluft («Ueber die Wirk-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21008371_0302.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image