Grundriss der Entwicklungsgeschichte des Menschen und der höheren Thiere : für Studirende und Ärzte.
- Albert von Kölliker
- Date:
- 1880
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Credit: Grundriss der Entwicklungsgeschichte des Menschen und der höheren Thiere : für Studirende und Ärzte. Source: Wellcome Collection.
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![Kreislauf im l-iuehtliulo. chen sjz aufgetreten, wodurch diesellaut zur primitiven Zotten- h au t, Chorion primitivum, wird. In diese Zöttchcn bilden sich später Ge- lasse von derAIIanlois hinein, wodurch dann das bleibende Chorion, Chorion secundarium s. verum ch, entsteht. DieAliantois nämlich legt sich, grösser geworden, an die seröse Hülle an und vergeht in ihrem inneren, vom Entoderma abstammenden Theile, während die äussere gefässhaltige Lage längs der ganzen inneren Oberfläche der serösen Hülle sich aus- breitet und mit derselben zu einer gefässhaltigen Haut verschmilzt. Während dies geschieht, wird der Dottersack relativ immer kleiner, wo- gegen das Amnion, mit Flüssigkeit sich füllend, endlich dem Chorion rerum sich anlegt und zugleich eine Hülle um die Allantois-Gefässe 'die Nabelgefässe) und um den Dottergang und seine Gefässe herum bildet, welche Theile zusammen den Nabelstrang darstellen. Zum Schlüsse gebe ich nun nach Bischoff noch ein Bild des ersten Kreislaufes im Fruchthofe des Kaninchens, welcher in Vielem mit demjenigen des Hühnchens übereinstimmt, nur dass die Sym- metrie beider Seiten grösser ist als dort und sich an der Stelle zweier Arteriae omphalo-mesentericae viele Paare kleiner Arterien finden, die von den Aortae descendentes seitlich in den Fruchthof treten. Ferner ent- hält hier der Fruchthof im grösseren Theile seines Umfanges zweier- lei Gefässnetze, ein oberflächliches arterielles und ein tiefer gelegenes Venenn§tz. Die ersten Spuren der Gefässbildung fand ich bei Kaninchen-Em- bryonen vom 8. Tage mit Rückenfurche und Primitivstreifen, aber noch ohne Urwirbel und deutliche Herzanlagen. Hier waren am Rande des Fruchthofes einige Gefässanlagen deutlich, vor allem die Anlage der Randvene selbst, und hie ^^f und da auch noch ein Ge- fäss an der Seite dersel- ben,und stellten sichdiese, wie die Fig. 89 zeigt, ein- fach als Verdickungen des Mesoderma dar, die aus rundlichen Zellen bestan- den, während die Elemente der angrenzenden Theile dieser Keimschicht mehr abgeplattet waren. Von der Fläche erschienen diese Gebilde als dunkle Zellenstränge ohne jegliche schärfere Begrenzung, die netzförmig Kreislauf im Fruchthofe. Erste Ent- stehung der Ge- fässe. Fig. 89. Senkrechter Schnitt des Randes des Fruchthofes {Area opaca] eines Kaninchenembryo mit Rückenfurche und Primitivstreifen ohne Urwirbel vomT.Tage, 200mal vergr. ect Ectoderma, hier verdickt Ectodermawulst) ; ent Entoderma; mes Mesoderma; gg Gefässanlagen darin, davon die eine die Randvene.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21216022_0117.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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