Grundriss der Entwicklungsgeschichte des Menschen und der höheren Thiere : für Studirende und Ärzte.
- Albert von Kölliker
- Date:
- 1880
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Credit: Grundriss der Entwicklungsgeschichte des Menschen und der höheren Thiere : für Studirende und Ärzte. Source: Wellcome Collection.
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![gallertiger Substanz. Genauer bezeichnet, zeigt diese Sülze stärkere und schwächere Züge von Fibrillen, die. meist in der Längsrichtung ver- laufend, netzförmig untereinaniler sich vereinen, und Maschen verschie- dener Grösse bilden, in denen eine weiche, schleimartige helle Substanz enthalten ist. In den oben namhaft gemachten festeren Theilen ist dieses Gewel>e dichter mit engeren Maschen , stärkeren Bündeln und weniger Zwischensubstanz, lockerer in den dazwischen gelegenen Theilen. Was dieses Schleimgewebe Virchow oder gallertige Bindegewebe (ich) noch auszeichnet, ist das Vorkommen zahlreicher mannigfaltig gestalteter, grosser, meist spindel- und sternförmiger Zellen, zum Theil auch runder Elemente mit amöboider Bewegung und in ausgetragenen Placenten auch von elastischen Fasern. Von den Gefässen des Nabelstranges ist hinsichtlich des Baues zu erwähnen, dass dieselben eine ungemein entwickelte Muskelhaut mit Längs- und Querfasern haben und auch sehr contractu sind. Ausser den grösseren Gefässen enthält der Nabelstrang keine Blutgefässe und ebenso sind auch in ihm noch keine Lymphgefässe nachzuweisen gewesen. Da- gegen hat KösTER durch Einstich sogenannte Saftkanäle injicirt, welche reichlich anastomosirend die ganze WHARTox'sche Sülze durch- ziehen, und deren Wandungen von den oben erwähnten verlängerten Zellen gebildet werden sollen, die Köster als Homologa der Gefässepi- thelien ansieht. Angaben, die mir nicht ohne Begründung erscheinen. Nerven hat man bis jetzt nur in der Nähe des Embryo im Nabel- strange an den Gefässen desselben gefunden. Werfen wir nun noch einen Blick auf das Verhallen der Eihüllen bei der Geburt und die Wiederherstellung eines normalen Zustandes der Uterusschleimhaut. Unmittelbar nach der Geburt stossen sich die Eihüllen mit der Placenla ab und zeigt in regelrechten Fällen die soge- nannte Nachgeburt iSecundinae] die ganze fötale Placenta und von der ^'^'^iige^'^rt. mütterlichen Placenta den innersten Theil, die oben beschriebene Decl- dua placentalis. Man findet ferner die beiden verwachsenen Deciduae und das Chorion und Amnion meist ziemlich gut erhalten in Verbindung mit der Placenta in der Form eines Sackes, der natürlich an Einer Stelle, die. je nach dem Sitze der Placenta, derselben näher oder ferner liegt, eingerissen ist. Die Decidiia vera und placentalis der Nachgeburt be- stehen , wie schon aus den früheren Schilderungen hervorgeht, nicht aus der ganzen Schleimhaut des Uterus, vielmehr löst sich die Schleim- haut meistens an der Grenze der Zellenschicht und der schwammigen Lage ab. so dass bald etwas von der letztern an der Nachgeburt sich findet, bald nicht. Nach der Geburt stossen sich dann während der Lochien immer noch vorzüglich von der Placentarstelle, die durch ihre unebene, zackige,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21216022_0169.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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