Geschichte der jüdischen ärzte vom frühesten mittelalter bis zur gleichberechtigung / preisgekrönte arbeit von prof. dr. Samuel Krauss ... durchgesehen von dozenten dr. Isidor Fischer.
- Samuel Krauss
- Date:
- 1930
Licence: Public Domain Mark
Credit: Geschichte der jüdischen ärzte vom frühesten mittelalter bis zur gleichberechtigung / preisgekrönte arbeit von prof. dr. Samuel Krauss ... durchgesehen von dozenten dr. Isidor Fischer. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![dem jüdischen Aerztewesen befassen16). Nach jener Liste und ihren Ergänzungen kann man bis in den Anfang des 19. Jahrhun¬ derts zirka 3100 jüdische Aerzte nachweisen. Besitzen wir auch in Steinschneider einen mustergültigen und verläßlichen Führer auf diesem Gebiete, so kamen seine Arbeiten dennoch nicht über die Zusammenstellung eines toten Gerippe hinaus, und uns obliegt es, dieses Gerippe mit Haut und Fleisch zu überziehen und ihm den Hauch des Lebens einzugeben. Nach dem Vorgänge Anderer17) heben wir hier aus der reichen Fülle der Daten, die uns über die arabische Epoche zu Gebote stehen, nur einige Namen von besonderer Bedeutung her¬ vor: 1. Isaak Israeli18), gest. 959, der in Kairuwan (Nord¬ afrika) Leibarzt, von dort regierenden Kalifen war, entfaltete eine überaus rege wissenschaftliche Tätigkeit, und sind seine medizinischen Werke, die aus dem Arabischen ins Hebräische und Lateinische übersetzt wurden, noch heute schätzenswert. Er gilt als der bedeutendste Diätetiker und Uroskop unter den Arabern19). 2. Neben dem Araber Abu G’efr ’Ahmad ihn Ibra¬ him ibn al G’azar war der Jude20) D u n a s c h ben T a m i m21) 9. Poznanski das. 19, 22 ff., 20, 69 f., W. Z e i 11 i n das. 20, 44—48, L. L e w i n, das. 22, 76—89, 23, 40—62, 24 (nicht herausgegeben), 2 ff. 16) Schriften über Medizin in Bibel und Talmud und über jüd. Aerzte, Wiener Klinische Rundschau 10, 1896, S. 433 f. 17) S. besonders J. Münz, lieber die jüd. Aerzte des Mittel¬ alters, Berlin 1887. Von demselben ausführlicher: Die jüd. Aerzte im Mittelalter, Frkf. a. M. 1922 (hier kurz als Münz angeführt). S. auch G r a e t z, Gesch. der Juden Bd. 6—10 laut Register. Vgl. auch Simon S kJ li e r b e 1, Jüdische Aerzte und ihr Einfluß auf das Judentum, Berlin-Lpz. 1905, S. 8—42. 18j Carmoly S. 26 f. Steinschneider in Enc. Ersch und Gruber II., 27, S. 44; Hebr. Hebers. S. 388 ff., S, 755 ff., an letzter Stelle s. S. Poznanski ]KWp Warschau 1909, S. 33 ff. 19) Sein liber de urinis mit den Kommentarien des Constantinus Africanus wurde auch auf der Wiener medizinischen Fakultät gelehrt, s. Aschbach, Gesch. der Wiener Univ. S. 321. 20) Das ist hier zu betonen, weil nämlich die Araber ihn so sehr schätzen, daß sie ihn zu dem ihrigen machen wollten und von ihm behaupteten, er sei zum Islam übergetreten. 21) Außer den in Anm. 15 bezeichneten Werken s. noch St., Arab. Lit. der Juden Nr. 36, ferner (bedeutend früher) S. Mun k, Notice- sur Aboulwalid p. 51 f.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b31349730_0030.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)