Über Entzündung und Eiterung / Julius Cohnheim ; eingeleitet von Rudolf Beneke.
- Julius Friedrich Cohnheim
- Date:
- 1914
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Credit: Über Entzündung und Eiterung / Julius Cohnheim ; eingeleitet von Rudolf Beneke. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![gleicli hinter dieser Stelle zeigt; dicht vor derselben, nach dem Herzen zn, stößt man dann fast regelmäßig auf eine gleichfalls zirkumskripte Stelle, wo die Arterie im gerade entgegengesetzten Sinne ungewöhnlich erweitert ist, bis auf das Doppelte vielleicht des unmittelbar vorher befindlichen Abschnittes. Ich kann nicht sagen, worauf diese Unregelmäßigkeiten, die man auch wohl, ohne bemerkbare Veranlassung unter seinen Augen sich ent- wickeln sieht, und welche Stunden lang anhalten können, zu- rückzuführen sind; wir werden jedoch weiter unten noch einmal genötigt sein darauf zurückzukommen, weil sich an solchen Stellen abweichende und recht instruktive Verhältnisse ausbilden können. Auf die Dilatation der Arterien folgt eine gleiche in den Venen, indes in sehr viel langsamerer Weise, und ganz regel- mäßig gibt es im Laufe des Prozesses ein Stadium, in welchem die Venen von den Arterien an Weite übertroffen werden. Je- doch, was in der Raschheit des Vorganges hier fehlt, das wird um so gewisser in der Größe und schließlichen Ausdehnung desselben ersetzt, und nach einiger Frist kommt endlich doch immer das ursprüngliche [36] gegenseitige Verhältnis wieder an- nähernd zur Geltung. In meinen Aufzeichnungen finde ich u. a. eine Vene von ursprünglich 0,16 in 3 Stunden gestiegen auf 0,24, eine andere von 0,17 auf 0,29, eine von 0,13 in vier Stunden auf 0,28, eine von 0,21 auf 0,44 mm; auch hier kann, wie man sieht, das Doppelte des anfänglichen Lumens erreicht, ja überstiegen werden. Dabei sieht man in den um vieles dehnbareren Venen Schlängelungen und Krümmungen niemals auftreten, auch partielle Verengerungen und Erweiter- ungen entsinne ich mich nicht gesehen zu haben, jedenfalls nie auch nur annähernd in der Weise, wie bei den Arterien. Was aber die Beschaffenheit der Gefäßwände in den erweiterten Gefäßen anlangt, so ist der einzige Unterschied, welchen sie gegen das ursprüngliche Aussehen bieten, daß sie etwas schmäler erscheinen; sonst aber bilden sie nach wie vor ein auf dem optischen Längsschnitte längsfaseriges Gewebe, an den Arterien ganz wie bei den Venen, höchstens ein wenig dicker. — Die Kapillaren endlich und die an ihnen vorgehenden Veränderungen empfiehlt es sich, weiter unten im Zusammenhänge zu be- trachten. In derselben Zeit aber, während diese Erweiterung der Gefäße sich entwickelt, erfährt auch die Geschwindigkeit des](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29007793_0047.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)