Beiträge zur Physiologie und Anatomie / von K.H. Baumgärtner.
- Karl Heinrich Baumgärtner
- Date:
- 1842
Licence: Public Domain Mark
Credit: Beiträge zur Physiologie und Anatomie / von K.H. Baumgärtner. Source: Wellcome Collection.
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![-c*© ] 30 §. 165. Diese Kräfte, die in dem Körper wirken, hängen ganz von einander ab; sie erhalten sich und restauriren sich gegenseitig, und vermögen sich auch zu neutralisiren. 1) Von dem Nerven- system aus findet eine Kraftentwicklung statt auf die dem Ner- venprincip polarisch entgegengesezten Potenzen des Lebens (die Innervation). — Es strömt von den Nerven, beständig ein Agens auf die Stoffe des Körpers aus, auf diese mehr als auf jene und in diesem Momente stärker als in jenem. Theils werden hierdurch jene Stoffe, insofern die in ihnen wirkenden Kräfte fähig sind, zur Lebenskraft erhöht zu werden, mit Lebenskraft beladen (wie das Eisen durch die Berührung mit dem Magneten selbst magnetisch wird), und zwar wird die an diesen Stoffen haftende Kraft zu einer der Nervenkraft entgegengesezten Lebens- kraft (Blutkraft) 5 tbeils werden aber hierdurch die Nervenkraft und die derselben entgegengesezte Lebenskraft in den Similartheilen des Körpers neutralisirt, was in den Prozessen der rückschreiten- den Metamorphose, der Muskelbewegung etc. geschieht. — Ebenso wie die gröberen Stoffe des Körpers Lebenskraft von den Nerven erhalten und wie in ihnen hierdurch mancherlei Wechselwirkungen der Kräfte hervorgerufen werden, wirkt das Nervenagens auf die psychische Kraft, erhält sie, bringt ihr die Bilder der Aussenwclt vor, weckt sie zuweilen zur krankhaften Thätigkeit etc. — 2) Vom Blute aus wird bei jeder Berührung der Blutkügelchen mit den Geweben diesen stets Etwas mitgetheilt, wodurch ihre Lebenskraft erhalten und nach Umständen erhöht wird, abgesehen von der gröberen Stoffmitlheilung, sowie sie aber auch, bei star- ker Erregung der Reaction, hierdurch neutralisirt werden kann (die Enhäraatose). Bei dieser Mittheilung von Lebenskraft, die ihre lezte Quelle in den äussern Naturkräften hat, polarisirt sich dieses Agens wiederum in den Geweben, so dass es in den Ner- ven zur Nervenkraft wird und in den den Nerven entgegenwir- kenden Similartheilen die ihnen speciell zukommende Lebenskraft ergänzt. — 3) Das psychische Princip wirkt auf die Nerven und durch diese secundär auf den ganzen Körper (die Empsychose). Die Empsychose findet z. B. statt bei der Bildung des Thieres im Ei, indem das Psychische mehr oder weniger auf die Formen des Thieres Einfluss hat; bei der willkürlichen Muskelbewegung, bei den intellectuellen Functionen, den Gemütsbewegungen etc. * * Ein schönes Experiment, in welchem die Empsychose wirkt, ist Folgen- des : Wenn wir uns bei dem Einschlafen beobachten, erkennen wir oft sehr deutlich , wie sich allmalig eine bleierne Schwere aller Gliedmassen und zulezt](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22292317_0148.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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