Die Geschwülste des Nervensystems : Hirngeschwülste, Rückenmarksgeschwülste, Geschwülste der peripheren Nerven. Eine Klinische Studie.
- Bruns, L. (Ludwig), 1858-1916.
- Date:
- 1897
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Credit: Die Geschwülste des Nervensystems : Hirngeschwülste, Rückenmarksgeschwülste, Geschwülste der peripheren Nerven. Eine Klinische Studie. Source: Wellcome Collection.
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![Tsoliite Nfiii'orric. VDrliUil'. ;-jSl sucliimg zeigte, (lass der Nfjrv vom Nciirom lotixl aufgospJiüert war, auch nachweisen, dass die (shjctrisclie Leitung dureli den Tumor intact war; Ströme, (Jie central von dfunselben app]i<;irt wurden, brachten die Medianusmu.skuhitur zu energischer Zuckung. Doch sind diese Fälle von Neurom, die ganz ohne nervöse Symptome verlaufen, nicht geradf; häufig, speciell ist das nicht häufig bei den isoiirten Neurond<noten. Kommt es zu Symptomen, so sind das früheste und wichtigste: Schmerzen in dem Gebiete des erkrankten Nerven, Schmerzen, die reissender Natur sein können oder sich auch als umschriebener, tiefer, bohrender Druck ausprägen können. Die Schmerzen können sehr intensiv sein und bei Druck auf das Neurom zunehmen. Sehr heftig sind sie z. B. manchmal bei den Amputationsneuromen ; der Kranke fühlt sie dann in dem amputirten Gliedabschnitte. Zu Parästhesieen, namentlich zu einer Hyperästhesie der Haut, kommt es ebenfalls häufig im Gebiete des erkrankten Nerven; wirkliche Anästhesieen sind sehr selten. Ebenso kommt es wohl manchmal zu Paresen in den' von den betreuenden Nerven abhängenden Muskeln, selten aber zu wirklicher Lähmung und Muskelatrophie; ausgeschlossen ist das natürhch nicht, wenn das Neuiom zu erheblicher Zerstörung der eigent- lichen Nervenfasern geführt hat. Häufiger und speciell wieder bei den Amputationsneuromen kommt es, wohl auf reflectorischem Wege, zu heftigen clonischen Zuckungen, z. B. der Muskel- stümpfe des amputirten Gliedes oder auch entfernter liegender Muskeln derselben Seite; auch wirkliche ßeflexepilepsie soll manchmal durch solche Neurome ausgelöst sein. Der Sitz der Symptome richtet sich natürlich nach dem Ausbreitungs- gebiete des erkrankten Nerven; hier brauche ich auf Einzel- heiten ja nicht einzugehen. Sitzen die Neurome in mehr äusseren Körpergebieten, so kann man sie natürlich fühlen oder, wenn sie grösser sind, sogar sehen; handelt es sich um mehrere an einem Nerven, so ist oft die rosenkranzartige Gestalt desselben deutlich abzutasten. Selten und nur bei den ganz malignen Formen brechen die Knoten durch die Haut durch und zerfallen zu jauchenden Ge- schwüren, wie die Figur 26 zeigt. Der Yerlauf des Leidens kann beim Neurom ein sehr ver- schiedener sein; er hängt im Wesentlichen wohl von der Schnellig- keit des Wachsthumes der Geschwulst ab. Die Neurofibrome können sehr langsam wachsen, ja, sie können auch nach einiger Zeit im Wachsthum stille stehen und sich nach Gowers sogar zurückbilden; andererseits können sie nach langen Stillständen, z. B. in Folge eines Traumas auch wieder rapide weiterwachsen. Solange sie keine Symptome machen, ist bei langsamen Wachsthum das betreibende Individuum dann kaum krank zu nennen. Treten Symptome ein, so sind es ja namentlich die Schmerzen, die praktisch in Betracht kommen; sie können das Leben der Patienten -zu einer andauernden Oual machen und schliesslich nach lano-em Leiden](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2122691x_0401.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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