Untersuchungen über die Veränderungen im Körper der Neugeborenen durch Athmen und Lufteinblasen in anatomischer und forensischer Hinsicht / von J.A. Elsässer.
- Elsässer, J. A. (Johann Adam), 1787-1863
- Date:
- 1853
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Credit: Untersuchungen über die Veränderungen im Körper der Neugeborenen durch Athmen und Lufteinblasen in anatomischer und forensischer Hinsicht / von J.A. Elsässer. Source: Wellcome Collection.
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![; die des fötalen Gewebes; letzteres ist dicht, resistent, gibt kein il Gefühl von Knistern, seine Farbe im Allgemeinen dunkler, bräun- •' lieh violett; beim Durchschneiden gibt das lufthaltige einen zi- j sehenden Laut von sich, das fötale Gewebe kein Geräusch. So stellen sich die Verschiedenheiten dar, wo die verschiedenen Ge- -I webe in scharfer Sonderung auftreten; so, wenn das fötale Gewebe ij in lobärer Ausdehnung vorhanden ist (um mich dieses Ausdrucks |j zu bedienen), d. h. einen ganzen Lappen oder einen beliebigen tl grösseren, continuirlichen, durch die ganze Dicke oder wenigstens i einen grossen Thei! der Dicke des Lappens durchgreifenden Raum ri einnimmt; dann ist auch die Abgrenzung vom lufthaltigen Gewebe j] meistens scharf und leicht zu sehen. Aber gewöhnlich ist die u Ausbreitung des fötalen Gewebes lobulär, d. h. es sind kleinere, einem oder ein Paar Läppchen entsprechende, auf die mannig- i; fachste Art im übrigen Gewebe zerstreute fötale Flecke, bald ober- ; flächlich, strichweise, entlang der hintern Fläche der Lungen, i etwa Yo—1 Linie tief ins Gewebe, hineingreifend, bald unregel- j mässig durch das tiefere Gewebe zerstreut. Sind diese fötalen i Inseln sehr klein aber zahlreich vorhanden, ist dabei das lufthaltige i Gewebe nur irgend etwas reich an Sekret und von etwas dunklerer II Farbe, so ist es oft sehr schwiertg, ohne die Schwimmprobe der < kleinsten herausgeschnittenen Stückchen, zu entscheiden über das jj Vorhandensein und die Ausdehnung des fötalen Gewebes. Das }j Gefühl kann Tiier durchaus nicht maassgebend sein, da man bei ii der Mischling sehr kleiner fötaler und lufthaltiger Inselchen ein i gemischtes Gefühl bekommt, d. b. die betreffende Parthie jil ist etwas dichter als lufthaltiges, etwas weniger dicht als fötales y Gewebe; es knistert nicht deutlich beim Druck, es zischt nur un- | vollkommen beim Einschneiden. Unseren Erfahrungen nach ist i diese lobuläre Ausdehnung des fötalen Gewebes sehr häufig, um ii nicht zu sagen häufiger als die lobäre Ausbreitung. il Schwimmfähigkeit des lufthaltigen Gewebes. Das i| Schwimmen der ganzen Lungen oder einzelner Lappen richtet H sich natürlich nach der relativen Verbreitung des lufthaltigen Ge- i wehes zum fötalen. Von der Richtigkeit der oben ausgeführten i Behauptung von der Häufigkeit der fötalen Inselchen, die das ganze N Gewebe durchdringen, überzeugt man sich, indem man sehr kleine H Stückchen, die fötal scheinen, herausschneidet und sie ins Wasser |i bringt. Man kann dann zuweilen sehen, dass dicht neben einan- i der abgeschnittene Stückchen, die fürs blosse Auge kaum einen bemerkbaren Unterschied darbieten, theils schwimmen, theils ' sinken. Man sollte sich daher bei der Entscheidung über das](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22308027_0032.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


