Volume 1
Reduktionsprodukte der Arsanilsäure und ihre Derivate. Zweite Mitteilung, Über p,p'-Diamino-arsenobenzol / P. Ehrlich und A. Bertheim.
- Paul Ehrlich
- Date:
- 1911
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Credit: Reduktionsprodukte der Arsanilsäure und ihre Derivate. Zweite Mitteilung, Über p,p'-Diamino-arsenobenzol / P. Ehrlich und A. Bertheim. Source: Wellcome Collection.
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![Mit Natriumamalgam!). Mit Zinnchlorür-Salzsäure. Mit Natriumhydrosullfit. m B) Direkte Reduktion der Arsinsäure zur Arseno- verbindung: l. Mit Natriumhydrosulfit. 2. Mit Zinnchlorür-Salzsäure und eventl. Jodwasser- stoffsäure als Katalysator. Die »direkte Reduktion« nach B erscheint zwar einfacher als die »stufenweise«, ist aber nicht immer ausführbar und liefert bis- weilen weniger reine Produkte als Methode A. Ganz allgemein greifen die Reduktionsmittel die Verbindungen mit fünf- wertigem Arsen schwieriger an als die mit dreiwertigem. So reagieren Natriumhydrosulfit und Zinnchlorür-Salzsäure mit den Arsinsäuren erst bei längerem Stehen oder Erwärmen, während sie mit Arsenoxyden in der Kälte und momentan einen starken Nieder- schlag der Arsenoverbindung erzeugen [qualitative Unterscheidung der Arsinsäuren und Arsenoxyde]l. Die Reaktionsprodukte enthalten nicht selten noch geringe Beimengungen (Nebenprodukte, Asche, Reste der Lösungsmittel), deren Entfernung meist sehr schwierig ist. Denn die hier in Betracht kommenden Arsenoverbindungen sind weder destil- lierbar, noch zeigen sie Neigung, zu krystallisieren, manche besitzen sogar unangenehm kolloidale Eigenschaften. Chemischen und physi- kalischen Einflüssen gegenüber erweisen sie sich als sehr veränder- lich, und selbst im festen Zustand oxydieren sie sich, je nach der Konfiguration des Moleküls,-sehneller oder langsamer an der Luft?). Aus all diesen Gründen stimmen die Analysen nicht immer mit der wünschenswerten Schärfe mit der Theorie überein. Ferner gelten bei der Schwierigkeit, diese Körper völlig rein zu erhalten, die Angaben über ihren Schmelzpunkt nur mit Vorbehalt; zur Identifizierung ist die bloße Bestimmung des Schmelzpunktes daher nicht geeignet. Die der p-Aminophenyl-arsinsäure (Arsanilsäure) entsprechende Arsenoverbindung, das p,p-Diamino-arsenobenzol, p-Arseno- anılin, besitzt die Konstitution: EN NN H>N. (y ‚As: As. N NH». !) Dieses Reagens hat bereits Michaelis gelegentlich zum gleichen Zweck verwandt: A. 270, 144 [1892]. ?) Um sie unverändert aufzuheben, muß man sie daher in evakuierte oder mit einem indifferenten Gase gefüllte Röhrehen einschmelzen.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b33448292_0001_0004.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


