Klinische Beobachtungen aus der Augenheilanstalt zu Wiesbaden / mitgetheilt von Hofrath Dr. Pagenstecher.
- Date:
- 1866
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Credit: Klinische Beobachtungen aus der Augenheilanstalt zu Wiesbaden / mitgetheilt von Hofrath Dr. Pagenstecher. Source: Wellcome Collection.
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![1 , 1J/11 rsiviipii fast voluntert, Clioiu()sc stiirkci. u/ii. aulu un. j a.;.. ... .... auf ... ^..n WinU. aus ; stossuug der nekrotischeu Cornea. 20/11. Vollständige Vemteiwg des voulou :;:Litos. Tu.or l.t nach unten und aussen noch .uge;.n..en; A^^.o.W finden befriedigend. 22/11. Exstirpasio bulbi cum tumore^). ^^^/^-f' '^'TJ^ r,-unüation- Eiter wird wenig producirt. Durch Palpation ist das obere Oxbitaldach I^t^ umfang n aussen und hinten noch vom Periost ..^össt fühlen. Ausspritzungen mehrmals täglich. - 16/1- Geheilt entlassen Oibi al- Ide mit gesmiden Granulationen bedeckt; lürgends verdächtige Härte dux-ch.ufuhlen ]5/:3 Bis vor 3 Wochen hat Patient sich gan. gut befunden; darauf uberstand er das S harlachfieber, wobei gleichzeitig ein Hervortreten des linken balbus bemerkt vo den ist; seit 8 Tagen schnelle Zimahme; seit 4 Tagen Schwei^origkeit auf dem niel oh; Ueberhaupt hat Pat. seit 3 Wochen auffallend an Munterkeit verloren und ist er sehr schläfrig. Schweisssekretion und Rothe nur auf der linken Koi^^er- häJfte - Linkes Auge stark protrudirt; Weite der Lidspalte beim Blicke gerade aus - Mm • höchster Pimkt der Cornea 20 Mm. über dem äussern Orbitalrand. Bulbus zeigt nichts Abnormes; Augenbewegung nach allen Richtungen, besonders nach aussen, beschränk; in der Gegend der Fossa lacrymalis eine harte höckerige Geschwulst, die den bulbus nach imien herausdrängend, 2 Portionen erkennen lasst imd am äussern Orbitalrand herabhängend, bereits den untern erreicht hat. Linlce Kopfhälfte mehr geröthet als rechte. - Rechts Alles gut; die Orbita mit Granu- 1-vtionen aiisoefüllt. - Mit dem linken Auge zählt Patient Finger auf Zimmerlange; IH-äcise Lichtempfindung überall. Ophthalm. Frische, ziemUch prominente Sehner- venschwellima- mit Gedern der nächsten Umgebung; Venen stark gefüllt; keine Apo- plexien. - Patient wurde wieder nach Hause geschickt und starb daselbst bald darauf. — 2. J. M., 31 Jahr, verheiratheter Bauer aus E., wurde am 24/3. 1863 in die Anstalt aufgenommen. Vor 4 Jahren soUemSeit- imd Auswärtsdrängen des rechten Augapfels bemeikt worden sein, das sich immer vermehrte. Im Februar vorigen Jahres Abnahme der Sehschärfe 'bei leichter Röthung des Auges. Pat. selbst konnte in der Umgebung des vorgedrängten Auges hinter den Lidern eine harte Geschwulst bemerken Vor 14 Tagen traten, nach einer Reise, Schmerzen im rechten Auge auf; es wurde roth und drängte sich sichtlich mehr nach vorn; Lidspalte konnte nicht geschlossen werden. Nach 5 Tagen verliefen sich Schmerz und Röthung - das Vorgedrängtsem aber blieb. — ,, . , Patient, sonst kräftig imd gesund, nie krank gewesen, hat etwas bleiche Wangen. Alle Fimctionen normal. - Das rechte Auge viel mehr vorgedrängt als das linke; die rechte Cornea stark nach aussen gedrängt, so dass deren äusserer Rand nur 1 Centimeter von dem äussern Lidwinkcl entfernt ist. Bei Schluss der Lider drangt sich zwischen diese, als rother Wulst, die stark geschwellte, chemotische Conjunctiva, *) Die Section ergab cavernöses Sarcom.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2163452x_0081.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)