Handbuch der Bänderlehre des Menschen / von J. Henle ... ; mit 158 mehrfarbigen in den Text eingedruckten Holzstichen.
- Friedrich Gustav Jakob Henle
- Date:
- 1872
Licence: Public Domain Mark
Credit: Handbuch der Bänderlehre des Menschen / von J. Henle ... ; mit 158 mehrfarbigen in den Text eingedruckten Holzstichen. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by Royal College of Physicians, London. The original may be consulted at Royal College of Physicians, London.
126/212 (page 112)
![ten Flache des Kopfchens frei. In Btarker Beugung ist die grossere hintere Hiilfte des Kopfchens nur von der gespannten Kapsel bekleidet und bildet den sogenannten Knockel; die Pfanne ruht auf der vorderen Halfte des Kopfchens und ihr abgeschragter Rand lehnt sich an den in die Gelenk- hohle schauenden Theil der Vorderflache des Korpers der Phalange (Fig. 88). b. Haftbiinder. b Haftban- Beziiglich der Haftbander haben die Fingergelenke ganz dieselbe Ein- richtung wie die Fingercarpalgelenke. Den Rucken der Kapsel deckt zu- nachst eine Fortsetzung der Bindegewebsschichte, -welche die Strecksehnen mit der Beinhaut der Riickenflachen der Phalangen verbindet, dann die Strecksehne selbst, welche mit jener Bindegewebsschichte so genau ver- wachst, dass die Sehne selbst die hintere Kapselwand zu bilden scheint. An den Seitenflachen findet sich je ein Lig. accessor, radialc und ulnare, yon derselben Form und Richtung, wie an den Fingercarpalgelenken. — Ebenso wie an diesen Gelenken wird ferner die vordere Kapselwand der Fingergelenke zu einer ansehnlichen fibrosen Rolle J) (in welcher sich aus- nahmsweise ein Sesambein eingeschaltet findet), verdickt durch Querfaser- ziige , die zum Theil in der Beinhaut der Vorderflache der Phalange schon in einiger Entfernung vom Gelenke sich zu entwickeln beginnen, zum Theil einer fibrosen Lippe des vorderen Randes der Pfanne angehoren und wieder Fasern den Ursprung geben, die sich ringformig nach vorn zu den Ligg. vaginalici, nach hinten zu Ligg. dorsalia schliessen. Von der inneren Flache dieser Querwiilste springt die Synovialfalte in die Gelenkhohle vor; von ihrer ausseren Flache gehen sagittale Bindegewebsstreifen ab (Fig. 87*), welche den Beugesehnen Gefasse zufiihren (Retinacula tendinum). Den Ligg. capitulorum analoge, frontalgestellte fibrose Septa gehen von den Seitenflachen der Kapseln zur Cutis der Finger2). II. Bander der unteren Extremitat. A. Bander des Giirtels der unteren Extremitat. a. Eigenes Band des Hiiftbeins. Lig. obturatorium O 3). ii. Bunder Das Band, welches den grossten Theil des Hiiftbeinlochs verschliesst Extremitat! ulld dessen aussere Flache nach Wegnahme des M. obturat. ext., dessen a. des Gtir- innere Flache nach Wegnahme des M. obturat. int. zum Vorschein komnit, e™. besteht aus Faserzii^en von verschiedener, im Wesentlichen horizontaler a. Eigenes ° Band. Richtung, die hier und da kleine Liicken lassen, an anderen Stellen sich l<ig. obtur. ]) Ligg. transversa volaria Krause. Ligg. transv. anter. Am. 2) Ligg. cutanea la- teralia Weitbr. Theile dieser Septa sind die Ligg. unguium lateralia subtensa Weitbr. Ligg. unguium aut. Ligg. lateralia longa Dursy. s) Membrana obturatoria s. obturatri.r. Membrana obturat. int. R. Fischer (Beitvag zur Lelire iiber die Hernia obturatoria. Lu- zern 1856. 4.).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24759120_0126.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)