Französische Geburtshelfer zur Zeit Louis XIV / von Dr. E. Ingerslev.
- Ingerslev, E. (Emmerik), 1844-1916.
- Date:
- 1909
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Credit: Französische Geburtshelfer zur Zeit Louis XIV / von Dr. E. Ingerslev. Source: Wellcome Collection.
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![unausführhar er^al). Moreau nalim daraus Anlaß zu der Heliaui)- tung, daß solches in gewissen Fällen unvermeidlich wäre, und daß man einer Hebamme diese Kalamität nicht vorwerfen könnte; viel- leicht zielte ei hieimit anf das Unglück der Kouise Boiii’geois voi- 26 Jahren. ln der Obs. 24 (aus dem Jahre 1668) wird eine im vierten Monate geborstene Tubarschwangerschaft besjjrochen, wo JVjrtal G(*le;genheit hatte, die Frau A'or der Kata.strophe zu untei'suchen und sein freilich ungenügendes diagnostisches Yermögen an den Tag legt, indem er den Uterus offen fand, „die Menstruatio]i war aber unmittelbar vorher vorhanden gewesen“, und darum schloß er die Möglichkeit einer Schwangerschaft aus. Sie starb kurz nachliei', und bei der Sektion wurde ein viermonatlicher Fötus, aus der geborstenen Tuba herausgeti’eten, im Unterleibe gefunden. Portal deutet auf das zu seiner Zeit im Hotel-Dieu herrschende Kiudbettfieber hin, indem er die vielen Sektionen erwähnt die er hier machte, bei denen oft Eiteransanimlunge]i in den edlen Oiganen gefunden wurden. Die Ursachen, die er in der Milch und den gestockten Lochien sucht, blieben ihm wohl ebenso dunkel, wie sie Mauriceau waren, denn er fügt hinzu, die Katur habe hier „des secrets et conduits qui uous sont inconnus“. Nichtsdestoweniger macht er doch anderswo (Obs. 10), wo er berührt, daß die Hebammen oft eines Unglückes beschuldigt werden, das sie nicht verursacht haben, und das in letzter Instanz auf „scharfen schädlichen Flüssig- keiten“ beruht, die interessante Bemerkung, daß der Tod der AYöchnerin von der Hebamme herrühren könne, „si. eUe venoit d’accoucher quelque Femme infectoe qu’eUe pourroit porter le A'enin avec ses doigts et estre la cause innocente de la perte de la Femme qu’elle accoucheroit ensuite“. Daß mit „dem Gifte“ nicht eben au syphilitischen Ansteckungsstoff gedacht wii'd, geht, wie es scheint, aus der vorausgelienden Bemerkung hervor. Was die technische Ausführung der Fußwendung betrifft, wird es geAvöhnlich, und vielleicht auch mit Eecht, Portal zum Yer- dienst gerechnet, daß er als einer der ersten die E.xtraktion auf einen Fuß lehrte. Schriftlich hatte freilich de la Marche früher (1677) dasselbe geltend gemacht, Portal bemerkt aber (in d('r Obs. 8, eine Schulterlage von 1665), daß er in der Zeit 1660—63 im Hotel-Dieu die Oberhebammen hierüber lielehrt habe (s. S. 104), und es ist also Avohl die Tradition aus dem Hotel-Dieu, Avelche de la illarche Aviedergibt. Jener Tradition ist es vielleicht auch](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24850500_0120.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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