Französische Geburtshelfer zur Zeit Louis XIV / von Dr. E. Ingerslev.
- Ingerslev, E. (Emmerik), 1844-1916.
- Date:
- 1909
Licence: In copyright
Credit: Französische Geburtshelfer zur Zeit Louis XIV / von Dr. E. Ingerslev. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![nach unten ausgespannt hatte; somit eine typisclie Besclireibimg von einem Falle mit drohender Zerreißung des Uterus und hoch aufgezogenem Konti-aktionsringe. Fehlt es Alauriceau an dem rechten anatomischen und kli- nischen Yei-ständnisse des pathologischen Beckens, so Aviederholt sich dasselbe dem regelwidrigen Sitze des ]\[utterkuctiens, der Flacenta praevia, gegenüber. Selbstverständlich ist er hier ein unbedingter Anhänger des durch Bare, Guillemeau und L. Bourgeois an- gegebenen Weges, schleunigst zu entbinden, wenn die Blutung stark und drohend ist, gleichgültig zu welchem Zeitpunkte der Sch-wan- gerschaft, „qu'elle soit ä terme ou qu’elle uy soit pas“, also die Fußwendung mit nachfolgender Extraktion, bei Fußlage nur die letztere, weil die blutenden Grefäßöffnuugen erst durch Zusammen- ziehung geschlossen werden können, Avenn die Gebärmutter entleert worden ist. Trotz seiner reichen klinischen Erfahrung — gelegent- lich des Todes seiner SchAvester nennt er über 200 solche Fälle, avo es ihm gelang, die meisten Mütter zu retten und den Kindern die Taufe zu verschaffen — hat ihn dieses große Material dennoch nicht zur rechten Erkenntnis des pathologischen Sitzes des Mutter- kuchens gebracht, er hält aber noch an der Lehre der Yorzeit von der im Muttergrunde angehefteten und von dort gelösten und her- untergesunkenen Flacenta fest. — Doch scheint ihm diese Theorie bisweilen ScliAvierigkeiten zu bereiten, er nimmt einen schAvachen Anlauf zu dem rechten Yerständnisse, Aveiter aber nichts, die volle Erkenntnis, daß die Flacenta sich am unteren Uterussegmente an- geheftet habe, Avomit sein Zeitgenosse Fortal im Beinen ist, fehlt ihm. Denn geAvöhnlich schob er die Flacenta auf die Seite, sprengte die Blase und machte die Wendung, imd ausnahmsAveise, Avenn sie mehr oder Aveniger außerhalb des Muttermundes getreten Avar, entfernte er sie vor dem Kinde. In einem Falle, avo dieses A'ersucht Avurde, konnte er sie nicht herausbringen, weü sie zurückgehalten Avurde, „encore en quelque faqon retenu“, durch die Eihäute, AAÜe er meinte. Die ScliAAÜerigkeit, das Yerständnis einer lange dauernden Flac. praevia-Blutung Avährend der ScliAvangerschaft mit der ge- namiten Theorie in Übereinstimmung zu bringen, tritt in einem anderen Falle (Obs. 423) zutage, avo Blutungen im Avachsenden Urade vorhanden Avaren und zum Entbinden nötigten, und er fügt hinzu: „ObAvohl ich sage, daß der Mutterkuchen A'orlag und gelöst Avar, darf man dennocli nicht glauben, es wäre dies der Fall geAvesen während der ganzen Zeit, avo sie blutete, denn das Kind war lebend.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24850500_0091.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)