Beiträge zur Chemie der gewebbildenden Substanzen und ihrer Abkömmlinge. Erstes Heft / von E. Eichwald jun.
- Eichwald, Eduard Georg, 1838-1889.
- Date:
- 1873
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Credit: Beiträge zur Chemie der gewebbildenden Substanzen und ihrer Abkömmlinge. Erstes Heft / von E. Eichwald jun. Source: Wellcome Collection.
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![man eine essigsaure Lösung mit ihrem gleichen Volumen gesät- tigter Na CI-Lösung, so wird sie vollständig gefällt, so dass in der abfiltrirten Flüssigkeit durch K4FeCyG (und mehr Essig- säure) keine Trübung erhalten wird; dieser Niederschlag ist in ^überschüssiger C2H402 absolut unlöslich (s. oben). Stark saure 'Lösungen sind durch Na CI schwerer fällbar, als schwach saure1). Schwach saure Lösungen in C2H402 sind durch vorsichtigen Zusatz von Alkalien oder Alkalicarbonaten in bräunlichen Flocken •fällbar; die Ausfällung des Stoffes beginnt selbst bei Anwendung won NaHO oder NH50, noch ehe die Lösung ihre saure Reaction !'vollständig eingebüsst hat. In Mineralsäuren ist der Stoff innerhalb gewisser Con- »centrationsgrade derselben gleichfalls löslich. Ich habe das Ver- halten gegen HCl verschiedener Concentration genauer geprüft: iich fand den gefällten Stoff ebenso klar löslich in HCl von 0,1 Ibis 1 pCt., wie in HCl von 16—25 pCt. Zwischen diesen bei- den Grenzen befinden sich aber gewisse Concentrationen, in denen Mer Stoff unlöslich ist. Setzt man zu einer Lösung des Stoffes iin HCl von 0,1 pCt. (oder auch in Alkali) allmälig concentrirte 1HCI (z. B. von 25 pCt.), so entsteht die bereits erwähnte, bei 'weiterem Zusatz sich wieder lösende Fällung. Um den Gehalt, bei welchem Fällung stattfindet, annähernd zu bestimmen, theilte dch eine Lösung des Stoffs in HCl von 0,1 pCt. in mehrere Por- tionen, die ich in verschiedenen Volum Verhältnissen mit titrirter :H CI grösserer Concentration versetzte. Am anderen Tage zeigten «die Proben folgendes Verhalten: bei einem Gehalt von 0,1 —1,2 jpCt. HCl erschienen sie als vollkommen klare Lösungen, ebenso hei 14—18 pCt.; bei einem Gehalt von 3—6 pCt. war der Stoff ;als bräunlicher, flockiger Niederschlag ausgefallen und die Fällung 'bei 3 pCt. ergab sich als so vollständig, dass das Filtrat der IProbe durch K4FeCy6 gar nicht mehr getrübt wurde; bei 2—2,5 <lpCt., wie auch bei 8—11 pCt. waren unvollständige flockige Fäl- lungen oder bedeutende Trübungen zu constatiren. Hatte ich den ]) In dieser Beziehung wären noch weitere Untersuchungen wünschenswerth, und es wären namentlich Lösungen, welche durch KiFeCye direct fällbar sind 'd. h. überschüssige Säure enthalten), vergleichsweise mit Lösungen zu unter- suchen, welche diese Eigenschaft nicht haben. 1](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22367949_0051.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)