Beiträge zur Chemie der gewebbildenden Substanzen und ihrer Abkömmlinge. Erstes Heft / von E. Eichwald jun.
- Eichwald, Eduard Georg, 1838-1889.
- Date:
- 1873
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Credit: Beiträge zur Chemie der gewebbildenden Substanzen und ihrer Abkömmlinge. Erstes Heft / von E. Eichwald jun. Source: Wellcome Collection.
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![iiufzufassen (Brücke), es sei denn, dass man die problema- i ische Löslichkeit des Eiweisses in H20 für einen genügenden jlrund ansehen wollte. Ich hoffe weiter zu zeigen, dass trotz- il em wesentliche Unterschiede bestehen, obzwar das .Albumin nicht als in H20 lösliche Substanz aufgefasst werden .darf. 2) Das Paraglobulin wird durch die Alkali und die Salze des Serums in seiner natürlichen Lösung erhalten und daher durch Neutralisation und Wasserzusatz gefällt (Panum). A. Schmidt1) .rat die Wirkung der C02 anders aufgefasst: nach ihm wird zu- nächst die Alkaliverbindung des Stoffes zerlegt unter Bildung tdnes sauren Salzes der angewandten Säure (CNaH03 oder 32H3Na02 + C2H402) und das Paraglobulin verbindet sich mit siner weiteren Menge der zugesetzten Säure zu einem in der Mutterflüssigkeit unlöslichen Körper. Diese Annahme widerspricht der Eigenschaft des Stoffes, mit Säuren in H20 unlösliche Ver- bindungen einzugehen. Sie erscheint ebenso unwahrscheinlich, als die andere Angabe2), dass das Paraglobulin um so weniger in Alkalien und Säuren löslich sei, je unbedeutender man das hierum bei seiner Darstellung mit H20 verdünnt hat. Nieder- schläge, welche in Alkalien und Säuren schwerer löslich und in Neutralsalzen überhaupt nicht vollständig löslich wa- r en, habe ich wiederholt aus zehnfach verdünntem Serum mit U02 und C2H402 erhalten: sie beruhten aber auf einer Verun- ' einigung des Paraglobulins mit Syntonin und wurden namentlich . farhalten, wenn die C02 sehr lange durchgeleitet oder die <]2H402 in grösserer Menge zugesetzt worden war (s. d. folg. Abschn.). A. Schmidt giebt an, dass man bei Darstellung des Paraglobulins um so länger C02 durchleiten oder um so mehr iJ2H402 zusetzen müsse, je weniger das Serum vorher verdünnt worden sei. Ich glaube daher, dass es sich hier um eine ana- loge Verunreinigung handelt. Die Fällungen, welche in zehnfach verdünntem Serum ohne gleichzeitige Neutralisation entstehen, können durch Absetzenlassen und Filtration gleichfalls gesammelt werden. Sie 1) A. Schmidt, a. a. 0., S. 45(3. 2) A. Schmidt, a. a. 0., S. 458, 459.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22367949_0053.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)