Die Hebdomadenlehren der griechischen Philosophen und Ärzte : ein Beitrag zur Geschichte der griechischen Philosophie und Medizin / von Wilhelm Heinrich Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1906
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Credit: Die Hebdomadenlehren der griechischen Philosophen und Ärzte : ein Beitrag zur Geschichte der griechischen Philosophie und Medizin / von Wilhelm Heinrich Roscher. Source: Wellcome Collection.
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![Ähnlich wie mit den hebdomadischen Bestimmungen bei Homer verhält es sich auch mit denen bei Hesiod. In den welche bekanntlich schon den 30 tägigen in drei Dekaden zer- fallenden Mondmonat voraussetzen, erscheint der siebente Tag der ersten Dekade als ein heiliger Tag oder Festtag wegen der Geburt des Apollon (s. Abh. II, S. 8, Anm. 21): V. 770 f.: JtQCJTOi’ tviq re rergcig rt y.ai legov ry yä(i ’AjtoXXcuva yjivOdoQa ytivaxo ^Ir/ra. Von dem siebenten Tag der zweiten (mittleren) Dekade da- gegen heißt es v. 805: Ueööy d’ ißd oiidv t^i zJyitrjtfoog leyov dxTijv £V ^idX’ oJtuttevoi'Tag ivvQoydXo) iv dXcoy ßdXXeiv vXov6y.oi> re TK^ieiv ^aXa^n'jia dovga^ vyid re ivXa jtoXXd, rd x aQ^ieva divö'i JltXovxaiß^) Aus Quintilian i, i, 15 ersehen wir, daß die vielfach dem Hesiod zugeschriebenen Xttom’og vjtoUfjyMi den pädagogischen Grundsatz enthielten, man solle den Unterricht der Kinder nicht vor dem siebenten Jahre beginnen, eine Bestimmung, die auch sonst bei den Griechen ebenso wie l^ei andern Völkern häulig wiederkehrt/^) 128. 149), die sieben Schiffe des Philoktetes (B 719), endlich der &(jijvvg ijcra- Tcodrjg (0 729). — Eine rein zufällige Hebdoinade scheint dagegen der von Homer (M 20) und Hesiod (Theog. 341) erwähnte mysische Eluß ^ETtrurtoQog zu sein, von dem Demetrios v. Skepsis bei Strab. 602 f. berichtet: ^EifcctnoQog de, uu xal riolvTtoQOv Xeyovoiv, intKnig diaßaii'Ofievog ix rwv iteol zr\v xakrjv Ttevxiji' %coQLuv inl Mskuivdg xojfitjv iovoi. Es verhält sich also mit dem ^ETtrdno^og gaiiz ähnlich wie mit zahlreichen andern Ortsbezeichnungen, die mit STtrd zusammen- gesetzt sind, z. B. ^Emu yu>vUa^ ’EmuÖEXfpoiAETtTctxM^iTiTca^ ^Emd Tukdyi] (= Septem maria) usw. Bekanntlich sind auch in vielen anderen Sprachen, z. B. der deutschen, derartige mit sieben und anderen Zahlen zusammengesetzte Ortsbezeichnuugen überaus häufig. Vgl. unten Kap. X. loj Ob sich auf diesen Tag auch Hesiod frgm. 260 Kinkel (= 224 Götti.) bezieht: eßdofidzy d' amig XctfiTt^ov cpdog z]Bkiou)^ hängt von der Lösung der Frage ab, ob man diesen Vers mit Valckenaer u. a. als eine Fälschung des Alexandriners Aristobulos oder mit G. Hermann als Bruchstück einer zweiten Rezension der hesiodischen iQya betrachtet. 11) Der 17. Monatstag gehört, bereits dem abnehmenden Monde an, und deshalb können an einem solchen Tage nur solche Verrichtungen vorgenommen werden, die der Zeit des abnehmenden Mondes angemessen sind: vgl. Roscher, Selene und Verw. 66 f. Nachträge dazu S. 26 f. 12) S. Abh. I, S. 64, Anm. 187. Abh. TI, S. 89, Anm. 177 und S. 99 f.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24876562_0019.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)