Die Hebdomadenlehren der griechischen Philosophen und Ärzte : ein Beitrag zur Geschichte der griechischen Philosophie und Medizin / von Wilhelm Heinrich Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1906
Licence: In copyright
Credit: Die Hebdomadenlehren der griechischen Philosophen und Ärzte : ein Beitrag zur Geschichte der griechischen Philosophie und Medizin / von Wilhelm Heinrich Roscher. Source: Wellcome Collection.
25/246 (page 20)
![3taQadtiy[ia ^vaoyhg (■'XHro Jtcog iv ’Oofpei. ovz tri d-jj oitv ci^tcpi'ßoXov ytyovt ro tag äcpoQ^iag JtccQa ’ÜQtpecog Xaßövra Ih^d'ayoQav övvxa^ai rov jfto'i d'töjv Xoyov, ov zca ’^Itgbv öicc rovro tJttyoail^ti', ag av ix rov gvörixonürov ccjtTjvd’iOgivov Jtaoa ’OQtpai roitov. Weitere gleichartige Zeugnisse siehe bei Abel, Orphica, fr. 141 ff. u. Lobeck, Agl. 7141t. Sogar im einzelnen läßt sich die Übereinstimmung der orphischen Zahlenmystik mit der Zahlenlehre der Pythagoreer nach weisen. So wurde, wie schon Lobeck (Aglaoph. 716) gesehen hat, in den orphischen Gedichten die Einzahl (6 tlg ciQi%-gög) ’Ayvitvg [d. i. Apollon Agyieus] genannt, was ziemlich genau der pythagoreischen Zahlenallegorie entspricht, die bekanntlich die govdg dem Apollon gleichsetzte (Zeller, Gr. Philos. P, S. 337, Anm. i); nach Jamblichos ferner (Theol. Arithmet. VI 37 = Abel fr. 146) nannten die Pythagoreer nach dem Vorgang der Orphiker die Sechszahl oXogiXtia^^), was als pythagoreischer Ausdruck auch durch den Neu pythagoreer Nikomachos von Gerasa b. Phot. bibl. cod. CLXXXVII, p. 144'’ Bekker bezeugt wird; ebenso sollte die Benennung der Neunzahl als Kovofirig^^) sowohl in orphischen als auch in pythagoreischen Kreisen üblich gewesen sein usw. (mehr bei Abel fr. 141 —151, Lobeck, Agl. 7140'., Kohde, Psyche MI 107, 2). Eine ganz hervorragende Eolle nun unter den Zahlen scheint in der Lehre, in der Mythologie und dem Kultus der Orphiker, deren älteste Sekten und Lieder nach Gruppe (Lex. d. Myth. III 1123) bereits gegen das Ende des 7. Jahrhunderts, nach Eohde (Psyche^ II 105) dagegen erst etwa in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts entstanden sind, die Siebenzahl gespielt zu haben. So ersehen wir-z. B. aus Ovids Metamorphosen, 10, 73 (vgl. Abh. I, 46, Anm. 149), daß der mythische Gründer der Orphik, also Orpheus selbst, nach dem Tode seiner geliebten Eurydike sieben Tage lang gefastet haben sollte, eine Sage, die (wie be- kannte Analogien lehren) zeigt, daß in den Kreisen der Orphiker 20) AiiEL, Orph. fr. 146 = Lobeck p. 717: Trjv e'^döa olo^sksiav [orlofifA-ft« Nicom. a. a. 0.] 7CQ06r]y6Qsvov ot Uv&ayoQiKol xarccKoXovd'Ovmsg ^OQcpti,, Tjroi TtuQoöov oX'Y] toig ^sXeöiv ^ fiSQSGiv i'arj iörl fiovt] tav ivrog dtnaSog rj ... x. r. X. 21) Jambl. Theol. Arithm. IX § 59 (= Abel fr. 149, vgl. Lobeck 717) KovQTjtida löicog xul 'Oqtptvg xal TlvQ'uyÖQag Trjr IvvEccöa ixuXovv wj Kov^ijvcop lEQm’ vTtKQiovGav . . . Vgl. Nikom. h. Phot. a. a. 0. b. Ahh. II, S. 38, Anm. 90.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24876562_0026.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)