Die Hebdomadenlehren der griechischen Philosophen und Ärzte : ein Beitrag zur Geschichte der griechischen Philosophie und Medizin / von Wilhelm Heinrich Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1906
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Credit: Die Hebdomadenlehren der griechischen Philosophen und Ärzte : ein Beitrag zur Geschichte der griechischen Philosophie und Medizin / von Wilhelm Heinrich Roscher. Source: Wellcome Collection.
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![ich bereits in Abh, II, S. 4 ff. u. 2 2 ff. gezeigt habe, auch sonst die heilige Siebenzahl die größte Rolle gespielt hat. Bedenkt man nun, daß der Apollon- und Dionysoskult gerade in Delphi und dessen Filialen^’') auf das innigste miteinander verbunden waren und daß hier zugleich nach dem unanfechtbaren Zeugnis des Kallimachos^®) der orphische Mythus von der Zerreißung des Zagreus durch die sieben Titanen und überhaupt der Kult der heiligen Siebenzahl heimisch war, so wird man nicht mehr zweifeln können, aus welcher Quelle hauptsächlich in diesem Falle die orphische Lehre von der Siebenzahl geflossen ist.“^) 27) Eine solche 'Filiale’ von Delphi war wohl Phlya in Attika, wo, wie der Kult des Apollon JiovvöodoTog lehrt, schon in früher Zeit delphische und orphische Einflüsse denkbar sind (Toepfer, Att. Geneal. 208 tf. Diels, Festschr. f. Gomperz S. 12). 28) Schol. Lycophr. 208: fTtfißro ds 6 /liövvcog iv Jslcpoig 6vv 'Anöllavi ovrag. Ot Titüvtg xa /hovvaov a iöTCKQa^cn'^ AnöXXavi Tta^sd'euxo ilißüklovrsg Big leßijxa. 6 ds xtaQu ra xqinodi mxqi^sxo, a>g xprpL Kukki^cixog [fr. 171]. Kal Evxpooiav Xiysi' 'Ev txvqI BaK-fiu dtov VTtSQ (pi(xXr]g sßdXovro. Plut. Is. et Os. 35: AsX(f}ol xd xov zhovvOov XsLipai>a naQ avxoig na^d xo 2QX]Oxrj- Qiov dTxoKBia&ai vofxi^ovGi. Vgl. auch Giern. Al. Protr. p. 12 Syliujrg, Lobeck, Agl. 572II'., Mommsen, Delphica 173 u. 29of. Feste d. Stadt Athen 3Q9 f. (Hier wird der attische Kult der 14 Geraren von Delphi abgeleitet!). Pkei,ler-R;>bert I 686 f. und 687, i. Übrigens ist auch Diels a. a. 0. S 12 der Meinung, daß der orphische Mythus von der Zerreißung des Zagi'eus und dem Eingreifen des Apollon selbst iin Detail alt sein könne. Ülier die Beziehungen des Orpheus zu Delphi, wo es ein Geschlecht der Thrakidai gab, s. auch Maass, Orpheus 187; 204 und Gruppe im Lex. d. Myth. 111 1095. 2 g) Zum Schlüsse gedenke ich noch der sieben mit Zsvg beginnenden Verse bei Pseudo-Aristot. de mundo c. 7 p. 401“’ = Abel fr. 46 und 123.- 1 Zsvg TTQmxog ys'vsxo, Zsvg vßxaxog d^yms^avvog' 2 ZjSvg %sq)aXrj^ Zsvg fisßOa' Aidg Ü’ sk ndvxa xsxvnxai' 3 Zsvg Ttv&firjv yatxjg xs Kal ov()avov doxsQOSVXog' 4 Zsvg d^Gtjv ysvsxo, Zsvg dfxßijoxog snXsxo PUfiqDi;' 5 ZjSvg nvohj Txdvxoiv, Zsvg dxafidxov xtvodg 6 Zsvg novrov ßi'Qa^ Zsvg ijXiog i]d's GsXx\vx]' 7 Zsvg ßaOiXsvg, Zsvg d/jydg dxtdvxcov KQyiKSQavvog. Wer bedenkt, daß die „homerische“ Thebais und das Epigonenepos aus je 7000 Versen [der siebentorigen Stadt Theben entsprechend) bestanden haben (vgl. auch Abh. II, S. 16), der wird in diesem Falle wohl kaum geneigt sein, die sieben mit Zsvg beginnenden Verse für eine zufällige Hebdomade zu halten.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24876562_0031.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)