Die Hebdomadenlehren der griechischen Philosophen und Ärzte : ein Beitrag zur Geschichte der griechischen Philosophie und Medizin / von Wilhelm Heinrich Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1906
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Credit: Die Hebdomadenlehren der griechischen Philosophen und Ärzte : ein Beitrag zur Geschichte der griechischen Philosophie und Medizin / von Wilhelm Heinrich Roscher. Source: Wellcome Collection.
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![ijtra öh odovvag ßäXXei z. B. entspricht fast genau den Worten des oben (S. 15) besprochenen solonischen Fragments (Vers if.): Uaig iihv avTjßog in vriJtLog tQxog ööövvnv (fvöag izßdXXei JtQävirv iv tJtr i'reöiv.^^) Die ijtrd fforv7]evTa ferner, d.i.die sieben Vokale a i rj i o vco, welche zuerst in lonien, der Heimat des Pythagoras (geboren etwa um 574 V. Chr.), und zwar mindestens seit Ol. 56 (= 556 ff. v. Chr.) gebraucht wurden^), kehren als Beleg für die Bedeutung der Siebenzahl wieder in der sehr altertümlichen, zum Teil vor- pythagoreische Anschauungen enthaltenden pseudohippokratischen Schrift jt. eßdoiiddojv (s. unten Kap. III) sowie in dem hippo- kratischen Buche JT. fhca'Tt]g [= I p. 645 t. ed. Kühn]®®), während die sieben.Pleiaden und die Sieben gegen Theben in den'Hebdo- maden’ des Varro figurierender wiederum aus einem im ganzen späteren Altertum hochberühmten und viel benutzten Ab- schnitt über die Siebenzahl im Kommentar des Poseidonios zu Platons Timaios geschöpft hat (s. unt. Kap. VII) usw. Aus solchen evidenten Übereinstimmungen der von Aristoteles lienutzten alt- pythagoreischen Literatur mit den anderen teils älteren, teils jüngeren Schriften ülier die Siebenzahl dürfte soviel deutlich 33) auch Poseidonios b. Varro (frgm. Hebdora. = Gell. N. A. 3, 10, 12), Philo de rau. opif. 35 etc. (s. unt. Kap. VII). — Auch hinsichtlich der folgenden rikiyJca scheinen sich die Pythagoreer an die Solonische Auffassung angeschlossen zu haben; vgl. Schob Plat. Ale. p. 121E.; dlg STtra] rors ynp 6 TsXeiog ev anoq)alvtXtti Adyo?, cbg AoiGzoxih]g nal Zrjvav xal Akttfiaiav 6 TIvd'ayoQSiog cpaOiv. 34) Vgl. KiiiciiHOFF, Stud. z. Gesell, d. griech. Alph. ^ S. 40 f. Tafel I Kol. X (Olymp. 40 = 620 V. Chr.), wo noch SX fehlt und durch 0 ersetzt wird, und ebenda Kol. X (Milet, vor Ol. 56 = 556 v. Chr.). Da Pythagoras gegen 574 geboren war, so muß er bereits alle sieben Vokale gekannt haben. 35) Die Schrift n. eßöoixudcov gehört, wie wir sehen werden, höchstwahr- scheinlich der knidischen Schule an, die ebenso wie Pythagoras die sieben ionischen Vokale kennen konnte. 36) Hippocr. I p. 645 t. Kühn: yQafxiiaxinr) xoiövöe' . . . Öi ixrxd Gyrj^dxnu 7j yvcöGig. xavxa txuvxci civO'QCOTtog öuiTX.Qr]GGiX(tL mu 6 iTtiGxdfievog y^d/cfiaxa xed 0 jixj iTUGxdfXivog. di inxu Gpj/xuxrou xed c/iGd'tjGig i) d.v&fjtÖTKov, dxo)) ipofpun', oipig (pavepwv, pti' df)pf;c;, ykeoGGa xjdovrjg xal dipUxjg, Gxofici diaksxxov, Gäfia il’avGiog, diQfiov x] ipvy^Qov Ttvevfiaxog (hi^oäoi iGa xcd Auch Kallias, der jüngere Zeitgenosse des Kratinos, kennt die sieben Vokale. Vgl. auch Poseidonios b. Philo leg. allegor. I, 5 = I p. 46 M. 37j Varro b. Gell. N. A. III, 10, 2 und 16.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24876562_0035.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)