Die Hebdomadenlehren der griechischen Philosophen und Ärzte : ein Beitrag zur Geschichte der griechischen Philosophie und Medizin / von Wilhelm Heinrich Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1906
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Credit: Die Hebdomadenlehren der griechischen Philosophen und Ärzte : ein Beitrag zur Geschichte der griechischen Philosophie und Medizin / von Wilhelm Heinrich Roscher. Source: Wellcome Collection.
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![hervorgehen, daß die angeführten Belege für die Bedeutung der Hebdomas gewissermaßen mit zu dem eisernen Bestände ge- hörten, mit dem alle Hebdomadentheoretiker von den ältesten Zeiten an bis in die späteste Zeit zu arbeiten pflegten.®®) Ein zweites wichtiges Zeugnis für die Anschauungen der altpythagoreischen Schule von der Siebenzahl findet sich bei - Aristoteles Metaph. 12, 4, 3 und lautet: of öh Uv&ayoQeioi jtBQi Tivcjv öXiyow, (bv Tovg Xoyovg eig rovg aQid'^iovg avr^JCtov olov TL iöTi xaiQog r] to dixuiov [= 4] i) yd^iog [= 5]. Diese Worte sind deshalb von besonderer Bedeutung für uns, weil vor daraus deutlich ersehen, wie gut und echt die sonst nur in der späteren, namentlich in der neupythagoreischen Literatur vorliegende Über- lieferung ist, daß die Siebenzahl im Sprachgebrauch der Pytha- goreer auch xaigog, die Vierzahl auch dixaiov oder öixaioövvT], die Fünfzahl yd^iog usw. genannt wurde®®), woraus sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ergibt, daß auch die sonstigen, zwar nicht von Aristoteles, wohl aber von späteren Gewährsmännern bezeugten pythagoreischen Benennungen oder Gleichungen für die Siebenzahl, z. B- Tvyt], ’AiXrivä, KQi6ig,’AÖQdöTei(x^^) auf guter und echter Überlieferung beruhen oder wenigstens beruhen können (s. Kap. VIII). Für die Richtigkeit dieser Annahme spricht erstens der Umstand, daß schon die Orphiker in ihrer Zahlenmystik ganz ähnliche Benennungen gebraucht haben, z. B. Ayviavg für eig^ oXofieXeia oder Zevg‘^^) für die eidg, Aovgfjrig für die imdg, KXaöovyog 38) über die enxa yo^Scd /} aQ^ovlai vgl. Aristoxen. p. 52, 22 Marq. Posei- donios b. Philo de mu. opif. 42 p. 2g M. Giern. Al. Strom. 6 p. 685 Sylb. etc. 39) Nicora. Geras, b. Ast, Tlieol. arithm. p. 44: toiyaqovv Tvy^r} re ag Ttaßi TtctQeTTOfievr] roig dnoßaCvovGiv ovofiä^etai xcd KcuQog im rovtco, Siori %aiQLOjrdti]g xerev%e ymQLag xal q)v6sag. ib. p. 53, g. 13. 23, 16. 58, 12. 24, 14. Alex. z. Aristot. Metaph. p. 985’’, 26 ff. 40) S. ob. Anm. 39 und außerdem Nicom. Geras, b. Phot. bibl. p. 144’’ Bekk. xj de ißÖoiicig . . . Tvyr] xcd KcuQog, xai ’'A(jrjg, xcd ’A%Qata)xig [?] xcd Ayeleta %cd Axqvxojvi], QvXamxig^ ’OßQifiOTxdxQa, TQtroyeveia^ riavuamg . . . Ovlo^iekeia, Kal K^ioig Kal Adqdöxeia. Anatol. b. Ast, Theol. or. p. 53: A&x]väv Kal KaiQov Kal Tvyrjv xi]v eirrdSa inavoiia^ov. Jo. Stob. ecl. phys. I p. 6 Mein. xrjv ö'c eßSofidda [^imovo^ia^ov ot iluffay.] Kaiqhv Kal A& tjväv. 41) Daß die e^dg in der mystischen Sprachweise der Orphiker auch Zevg hieß, folgt doch wohl aus Lyd. de mens. 2, 11: Oäer Kal AQcpevg txsqI e^ddog xavxd cpi]6iv' Akad'L, Kvöifi' TxdxeQ fiaKdQcov, TtdxeQ ccvÖqöjv.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24876562_0036.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)