Die Hebdomadenlehren der griechischen Philosophen und Ärzte : ein Beitrag zur Geschichte der griechischen Philosophie und Medizin / von Wilhelm Heinrich Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1906
Licence: In copyright
Credit: Die Hebdomadenlehren der griechischen Philosophen und Ärzte : ein Beitrag zur Geschichte der griechischen Philosophie und Medizin / von Wilhelm Heinrich Roscher. Source: Wellcome Collection.
47/246 (page 42)
![goras anziinehmen ist, weil Pythagoras bekanntlich ans Samos gebürtig war, wo wir ebenso wie in den anderen Städten des ionischen Kleinasiens eine Thargelienfeier voraussetzen dürfen (s, Abh. II, S. 5). Also stammt die Ansicht von den 'septem bona’ der brassica direkt aus der Heimat des Pythagoras und zwar aus dem dortigen Apollokulte, und die bei Plinius h. n. 20, 78 überlieferte Notiz, daß Pythagoras das Lob des Kohles gesungen habe, verdient in der Tat allen Glauben.®^) Wenn wir ferner bei Josephus c. Apionem i, 22 an einer Stelle, die aus Hermippos geschöpft ist, lesen: zcwva d’ tjcgaire xcd tXeye [6 Uv^ccySoccg] vag ’Iovöxa'i &Qanö)v öo^ag luuov^ievog za'i ^i£Tcccp£QO]v £tg mvTÖv. X£y£Tai yag ccXrjd'äg 6 dv'^Q iz£ivog jtoXXk %cov itaoa ’lovdaioig voui'ii<a£> £ig rrjv avrov ^i£T£V£yz£iv cfiXo- (iocfi'av, SO wüßte ich unter den Übereinstimmungen zwischen der pythagoreischen und jüdischen Lehre keine so augenfällige zu nennen wie die hinsichtlich der hervorragenden Bedeutung der Siebenzahl. Endlich suchten die Pythagoreer in vielen Dingen zum Teil recht willkürlich die Bedeutung der Siebenzahl nachzuweisen. Von den sieben guten Eigenschaften des Kohles war eben bereits die Rede. Ebenso gab es aber auch nach pythagoreischer Lehre sieben «ontpof (Zahlbegriffe)nämlich iiovdg, dvva^iig^ xvßog, dvvcqiodvi’a^iig, övvaqoKvßog, nvßoziißog, und sieben (Joff iai, d. h. wohl q£(jöttjz£g (Proportionen), welche nach einem allerdings etwas zweifelhaften Berichte des Duris von Samos (fr. 56) Arim- nestos, der Sohn des Pythagoras, auf einer im Heratempel (von Samos oder Krotonl) aufgestellten ehernen Stele (Tafel 1) auf- gezeichnet haben sollte.’°) Nach diesen Analogien scheint die 67) Plin. 20, 78: Brassicae laudes longum est exsequi, cum et Chrysippus medicus privatim volumen ei dicaverit ... et Dieuches, ante omnes autem Pythagoras et Cato (s. oben) non parciiis celebrarint. Vgl. auch Epicharm. fr. 61 und 62 (bei Diels, Vorsokr. p. 102). 68) Ähnlich sagt auch Aristobulos b. Euseh. pr. ev. 13, 12, i; Uv&ayoQug Ttollu räv •ijyiv [den Judenj fj^ETSveyKag eig rrjv iavrov öoyiicttOTtouuv Kare- XcoQLßev (vgl. ib. 9, 6, 3). 69) Vgl. Hippolyt, philos. 2, 10 (= Diels, Doxogr. p. 557, 2lf.): ylvead’ai. rovg TTcxvrag aQid'yovg, i'g av i) rav yevoyivcov yeveßig yiveraq enra' o.qlQ'^ov, (.lovaSa, dvvafuv, xvßov, övvayoövvayiv, ävvayoxvßov, xvßoxvßov. 70) Porphyr, vit. Pyth. 3; ziovQig ö' 6 Sd^uog ev devre^a rav ^Qav](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24876562_0050.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)