Die Hebdomadenlehren der griechischen Philosophen und Ärzte : ein Beitrag zur Geschichte der griechischen Philosophie und Medizin / von Wilhelm Heinrich Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1906
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Credit: Die Hebdomadenlehren der griechischen Philosophen und Ärzte : ein Beitrag zur Geschichte der griechischen Philosophie und Medizin / von Wilhelm Heinrich Roscher. Source: Wellcome Collection.
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![Vermutung durchaus gerechtfertigt, daß auch viele von den in späteren Schriften, z. B. in dem Kommentar des Poseidonios zu Platons Timaios (aus dem Varro, Philo Alex., Macrohius usw. geschöpft haben), hervorgehobenen Gruppen siebenfacher Be- griffe (man denke auch an die tjtra yviioi, oaaai und yocouava bei Theophr. c. pl. 6, 4, i, die 7 xivr)(S£tg etc.) im Grunde genommen der pythagoreischen Lehre entstammen. ^^) — Nach Apuleius Metam. ii, i (753) scheint die Siebenzahl auch im religiösen Kult der Pythagoreer, z. B. bei religiösen Waschungen (Lustra- tionen), eine gewisse Bolle gespielt zu haben (vgl. Abh. II, S. 57, Anm. 154).’^) Ttcdöä t’ avrov avayQcicpsi ^AQifivtjözov xc4 diSccancdov rpi^ßi ysvißd’ca z/»;fiox()tTOV. T'ov 6' 'Aoißvrjdrov Kccrel&ovr' anh rtjg cpvyT]g yal'/.ovv dva^rjfia reo uqco rljg ÜQug dvcxd'ilvca . . . ov im'y^afifia ijv eyyeyQanfiivov t66e' TIv&ayoQeco cplXog vibg AQifivtiarög fi dpid'fjKS, TtoXlug i^evQwv aivl loyotg Oozpiug. Tovro d’ uvilovTcc ^ijxov rov ^Aq^ovikov kccI rbv %av6im ßipexsQLßd^Evov igsvsyKsiv wg l'dioV elvea fxev ovv emci xdg dpaysyQafifiEPCig ßocpiag, did ds xi]V fiiav, 'i]v Eiixog vcpetlexo^ 6vva(paviod'rjvai xal xdg ddXag xdg iv xcb d.vK^i]^U(XL y£yQa(if.iev(xg. Vgl. dazu Diels, Vorsokr. 277, 43 ff.; „Uutev den sieben aoxpicu sind vermutlich .sieben Proportionen (ßSGÖxrjxeg) zu verstehen . . . Die zunächst neu hinzugefügte siebente wäre also die des Simos, deren Erfindung ihm von neidischen Zunft- genossen abgesprochen und durch das wirklich oder nur literarisch gefälschte Anatbem des erfundenen Pythagorassobnes böswillig abgestritten werden sollte“. 71) Theophr. c. pl. 6, 4, l f. cd de idica xeov yvf.cü)v extxd doKovOiv elveu YM^UTTcQ vmI xwv 0 G f.( CO V '/.CU xcop yQ ct) f.icix CO p . . . (2) b de c'.QiQ'fidg 6 xwp eixxd KuiQLcöxaxog Kai cpvGiKcdixaxo g. ib. 6, i, 2: xd d' el'dr] xcop yvfxcop cog fiep eig aQi&fidp dnodovpai fjddiop oiop ykvnvg^ ImaQÖg, avGxi/Qog, GxQvcppog, dQCfivg, dXfivQog^ ncKoog, d'^vg. Da hier im Widersprueb mit 6, 4, i nicht sieben, sondern aebt yvfiOL aufgezählt werden, so könnte einer der genannten Begriffe von späterer Hand hinzugefügt sein. Doch ersehen wir aus 6, 4, i, daß manche Gelehrte dXfcvfidg und TccKQog (ebenso wie cpaiög und pelaj) identifizierten, so daß je nachdem bald sieben, bald acht yvfioi angenommen wurden. Vgl. auch Hermipp. de astrol. dial. ed. Kroll et Viereck p. 59, 4 ff. und Aristot. de an. 2,9,3, wo die nGfirj Gxqvcppi] fehlt. 72) Apul. a. a. 0.: s^eptiesque submerso lluctibus capite [purificandi studio], quod eum nuinerum praecipue religionibus aptissimum divinus ille Pytha- goras prodidit. Dieser Brauch könnte aus dem Apollokult stammen: s. Abh. II, S. 15, Anm. 39 \md 40.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24876562_0051.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)