Die Hebdomadenlehren der griechischen Philosophen und Ärzte : ein Beitrag zur Geschichte der griechischen Philosophie und Medizin / von Wilhelm Heinrich Roscher.
- Wilhelm Heinrich Roscher
- Date:
- 1906
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Credit: Die Hebdomadenlehren der griechischen Philosophen und Ärzte : ein Beitrag zur Geschichte der griechischen Philosophie und Medizin / von Wilhelm Heinrich Roscher. Source: Wellcome Collection.
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![was Eegen, Blitz, Donner, Schnee, Hagel nsw. bewirkt; die sechste das nasse Element des Meeres, der Flüsse, Seen, Quellen und Sümpfe und die mit ihnen vereinte Wärme, welche die Feuchtig- keit fortführt und damit bewässert; die siebente Stelle nimmt die Erde ein mit den Tieren und Pflanzen, die allernährende, welche aus dem Wasser geworden ist. So macht sich also die Herrschaft der Siebenzahl in den Welten des Alls geltend. 2. Die Welten unterhalb der Erde sind den Welten oberhalb derselben gleich an Zahl und Gestalt. Sie bewegen sich von selbst in um [?] [den Mittelpunkt der Erde?] die Erde laufenden Kreislinien, welche in Zeit und Weg üliereinstimmen.”) Deswegen haben die Erde und die olympische Welt die Eigenschaft der Unbeweglichkeit; das Ülirige aber beflndet sich in kreisförmiger Bewegung. In der Mitte der Welt liegt die Erde — in und über ihr Feuchtigkeit — in der Luft schwebend, so daß, was für die einen oben ist, für die anderen sich unten beflndet, und umgekehrt, und daß dasjenige, was für die einen rechts, für die übrigen links ist. Das gilt für alle Orte rings um die Erde. Die Erde nun, welche in der Mitte <des Alls) liegt und die olympische Welt, welche den höchsten Ort einnimmt, sind unbeweglich. Der Mond, welcher in der Mitte <der sieben Einzelwelten) schwebt, vereint harmonisch alle übrigen Dinge, welche durcheinander leben [?] und ineinander übergehen.^®) Er selbst |(a>Ty oder aihr]?]... Alls, denn wie die 4 die Mitte bildet von der Zahl 7, so steht der Mond in der Mitte der himmlischen und irdischen Dinge.“ 77) Ich kann diese Worte nur so verstehen, daß die Erde hier als fest- stehende Hohlkugel gefaßt ist, innerhalb deren sich wieder sieben KoOfioi. bewegen. Vgl. Flut. plac. phil. 2, 16, 4: Usq'i, rfjg x. aexi^cov (poQäg nui Kiv^aeag' 'Ava^iiiiv)]g ovj^ VTto rrjv yfjv, tcsq! avxijv Ö£ ßx^eg^sß'd'ai xovg aßxeQag. 78) Galen: „Die Elemente gehen ineinander über und tragen ihre Benennungen nach der Substanz, welche sich in größter Menge in den einzelnen befindet. So ist in der Erde auch Wasser, Luft und Feuer vorhanden, doch üherwiegt die Erde und gibt so dem Elemente den Namen. Die Elemente entstehen aber aus- einander einerseits durch Verdichtung —• Feuer, Luft, Wasser, Erde — anderseits durch Verdünnung in umgekehrter Reihenfolge.“ Diese Erläuterung Galens erinnert übrigens lebhaft an die 66bg Hv(o ndrco Heraklits (Diog. L. 9, 8), vgl. Macrob. in Somn. Scip. I, 6, 36: cum quattuor sint elementa ex quibus constant Corpora: ten-a aqua aer et ignis, tribus sine dubio interstitiis separantur. quorum unum est a terra usque ad aquam, ab aqua usque ad aereni sequens, tertium ab aere usque ad ignem . . (40) ex quatuor igitur elementis et tribus eorum interstitiis absolutionem coi'porum constare manifestum est. ergo hi duo](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24876562_0054.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)