Ueber doe Anwendung des Capillarelektrometers für das Studium der Muskulären Einzelschwankung / von Prof. Burdon Sanderson.
- Sanderson, Burdon.
- Date:
- [1898]
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Credit: Ueber doe Anwendung des Capillarelektrometers für das Studium der Muskulären Einzelschwankung / von Prof. Burdon Sanderson. Source: Wellcome Collection.
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![Methode für mühsam und zweifelt daran, dass sie absolut zuverlässig sei; die Curve sei zu steil und dabei zu niedrig, um gemessen zu werden, und sei einer ganzen Reihe störender Umstände ausgesetzt. Trotz dieser Anklage fahren wir fort, den Apparat zu benützen. Mein College Gotch ist augenblicklich mit einer mühevollen Unter- suchung über die Reizschwankung des Nerven beschäftigt und auch ich setze meine Arbeit damit fort, in der Ueberzeugung, dass sie trotz ihrer von Hermann dargelegten „Tücken” (S. 456) zuverlässig ist. Nach einer Theorie des Elektrometers, welche von Prof. Her- mann im Jahre 1886 dargelegt wurde, ist die Geschwindigkeit der Bewegung des Quecksilbermeniscus jederzeit dem darauf wirkenden Strome proportional. Dieses Verhältnis wird ausgedrückt durch die Gleichung ^ = h i, worin h eine dem Instrumente eigene Con- stante bedeutet. Da nun, während ein Strom durch die Capillare fliesst, die einwirkende Potentialdifferenz durch die Polarisation p ausgeglichen wird, so kann man i durch E—p darstellen. Wenn man voraussetzt, dass die Ablenkung der Polarisation proportional Üy p] y ist, so kann man schreiben: —f = h -. In dieser Form ist die dt w Gleichung aui die Erklärung der Elektrometercurven direct an- wendbar und kann leicht in Burch’s Darstellungsweise übertragen werden. I. Herleitung der Curven der monophasischen, respec- tive diphasischen Einzelschwankung nach der Hermann- schen Theorie. Die Beziehung zwischen den beiden Vorgängen, respective der Bewegung der Säule y und der Aenderung der Strom- stärke i, durch welche sie bedingt ist, kann graphisch dargestellt werden, indem wir E und y auf dieselbe Einheit beziehen, z. B. 1 Milli- meter der Scala des Capillarelektrometers, auf der man y misst. In dem Elektrometer, das ich in meinen Experimenten benützte, entsprach 1 Millimeter ungefähr 1 Millivolt; d. h. also unter 710o Volt Potential- differenz, wenn man es bis E=y steigen liesse, würde es 1 Centi- meter über dem Ausgangspunkte stehen bleiben. Die Abbildung (Fig. 1) ist nach diesen Angaben verfertigt worden. Nach der von Hermann gegebenen graphischen Darstellung der monophasischen Einzelschwankung (siehe Fig. 7, 0 a b, S. 452) dauert die Abnahme der Reizwelle dreimal so lang wie die Zunahme, es werden also die Veränderungen, welche respective an der proximalen und distalen Elektrode stattfinden, durch ABO und D E F dargestellt. Es wird ausserdem vorausgesetzt, dass die Ableitungspunkte um 8 Millimeter von einander entfernt sind und dass die Leitungsgeschwindigkeit 1200 Millimeter pro Secunde beträgt, und dass der Process für den Augen- blick keinem störenden Einflüsse ausgesetzt ist. Wenn wir aus irgend einem Punkte auf der Linie ABO eine Senkrechte auf D E F fällen, welche die Curve a durchschneidet, so ist die Differenz kE—y der zwei Theile, (k wird eingeführt, um E auf dieselbe Einheit wie y zu beziehen) in welche die Senkrechte durch a zerschnitten ist,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24918842_0004.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


