Physiologische untersuchungen ueber das endorgan des nervus octavus.
- Ewald, J. Richard.
- Date:
- 1892
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Credit: Physiologische untersuchungen ueber das endorgan des nervus octavus. Source: Wellcome Collection.
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![Littei'atiiriili('i-si(!ht. ;]\\ Ich stelle also im Folgenden nicht die Autoi-en der besten Arbeiten zusammen, sondern diejenigen, deren Angaben für die Erkenntiiiss und das Studium der Labyrinthfunctionen die ii-rösste Bedeutung haben. Zu gleicher Zeit gebe ich an, woi-in mir diese Bedeutung 7AI bestehen scheint. Auch hierbei ist wieder die Priorität im gewöhnlichen Sinne von kehiem Belang. So ist B. Schräder nicht der erste, der den Drehschwindel beim labyrinthlosen Thiere vermisst hat, aber er hat seine Ver- suche an dem unersetzbaren Frosch augestellt und mit einer ganz einwandsfreien und ausserordenthch einfachen Methode, die immer von grösster Wichtigkeit bleiben wird. Flourens sah nach der Durchschneidung der Bogengänge eigenthümliche Bewegungen des Kopfes. Er gab ferner an, dass die Richtung dieser Bew^eguugen von der Wahl der durch- schnittenen Bogengänge abhängig sei. Goltz erkennt in den Bogengängen ein besonderes Sinnes- organ zur Regulierung des Körpergleichgewichts. Breuer entdeckt, dass die pendelnden Kopfbewegungen in der Ebene der durchschnittenen Bogengänge ausgeführt werden. Er lässt die EiTegungen in den Bogengängen durch Rotations- Remanenz zu Stande kommen. Mach gelangt durch seine geistreiche Analyse der Bewegungs- enipfuidmigen zur Annahme eines besonderen Sinnesorgans im Labyrinth, welches durch Rotations-Remanenz gereizt wird. Högyes beweist die Abhängigkeit des Drehschwindels vom Labyrinth. Schiff entdeckt das Symptom, dass die Hunde nicht mehr vom Tisch herabspringen und nicht die Treppe herabgehen können. Schräder zeigt wie man das Labyrinth beim Frosch von der Mundhöhle aus vollständig und ohne Blutung entfernen kann.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21273935_0333.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


