Lehrbuch der histologie und der mikroskopischen anatomie des menschen mit einschluss der mikroskopischen technik / von dr. Philipp Stöhr.
- Philipp Stöhr
- Date:
- 1896
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Credit: Lehrbuch der histologie und der mikroskopischen anatomie des menschen mit einschluss der mikroskopischen technik / von dr. Philipp Stöhr. Source: Wellcome Collection.
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![ciliares) (3), sowie für die Iris (4) hervorgehen. Nahe am Pupillarrande der Iris bilden die Arterien einen unvollkommen geschlossenen Ring, den Cir- culus iridis minor, ad c) Die Aa. ciliares anticae kommen von den die geraden Augenmuskeln versorgenden Arterien, durchbohren in der Nähe des Corneal- randes die Sklera und senken sich theils in den Circulus iridis major ein {ß), theils versorgen sie den Ciliarmuskel, theils geben sie rücklaufende Aeste zur Verbindung mit der L. choriocapillaris ab (/). Ehe die vorderen Ciliar- arterien die Sklera durchbohren, geben sie nach hinten Zweige für die vordere Hälfte der Sklera (ö), nach vorn Zweige zur Conjunctiva sclerae (s) und zum Cornealrande {?]) ab. Die Cornea selbst ist gefässlos, nur am Rande besteht ein in den vorderen Lamellen der Substantia propria gelegenes Randschlingennetz. 2. Sämmtliche Venen verlaufen gegen den Aequator, woselbst sie zu vier (seltener fünf oder sechs) Stämmchen, den Wirtelvenen, Venae vorti- cosae zusammentreten, welche sofort die Sklera durchbohren (Fig. 258) und in eine der Venae ophthalmicae münden. Ausgenommen von diesem Ver- laufe sind kleine, den Arteriae ciliar, postic. breves und den Art. ciliares antic. parallel ziehende Venae ciliares postic. breves (Fig. 258, /') und Venae ciliares anticae (Fig. 258, a^); letztere erhalten Zweige aus dem Ciliarmuskel, von dem episkleralen Gefässnetze (Fig. 258, d^), von der Conjunctiva sclerae (£') und von dem Randschlingennetze der Hornhaut (?^'). Die episkleralen Venen stehen am Aequator auch mit den Ven. vorticosae in Verbindung (bei V). Die vorderen Ciliarvenen verbinden sich endlich mit dem Sinus venosus sclerae (Schlemm) [S). Dieser ist ein ringförmig um die Horn- haut verlaufender Venenkranz, der, noch in der Sklera gelegen, vollkommen geschlossene Wandungen besitzt ^). Er nimmt kleine Venen aus dem Kapillar- netz des Ciliarmuskels auf. Die Lymplibaliiien des Augapfels. Das Auge besitzt keine eigentlichen Lymphgefässe, sondern eine Reihe von untereinander zusammenhängenden Spalträumen; man kann am Auge zwei Komplexe solcher Räume unterscheiden, ein vorderes und ein hinteres Gebiet. Zum vorderen Gebiete gehören 1. die Saftkanälchen der Cornea und Sklera; 2. die vordere Augenkammer, welche durch die kapillare Spalte zwischen Iris und Linse mit 3. der hinteren Augenkammer kommunizirt. Diese letztere steht in offener Verbindung mit 4. den Spatia zonularia. Diese drei letzteren Räume hängen zusammen und lassen sich durch Injektion von der vorderen Augenkammer aus füllen. Zum hinteren Gebiete gehören: der 1) Die früher behauptete Verbindung mit der vorderen Augenkanimer wird dadurch vorgetäuscht, dass gefärbte, in die vordere Augenkanimer iujicirte Flüssigkeiten durch Filtration in den Venenkranz hinübertreten.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21206387_0327.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)