Die Frage über die Heilbarkeit der Lungenphthisen : historisch, pathologisch und therapeutisch untersucht / von Joh. Bapt. Ullersperger.
- Ullersperger, Johann Baptist, 1798-1878.
- Date:
- 1867
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Credit: Die Frage über die Heilbarkeit der Lungenphthisen : historisch, pathologisch und therapeutisch untersucht / von Joh. Bapt. Ullersperger. Source: Wellcome Collection.
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![Ws Zeiten galten der Peruaner, Canadenser, Tolutaner und der Co- paiva-Balsani für sehr gangbare Antiplithisica, ja man verkaufte sogar dagegen in England „the godhold-halm. Van Swieten schrieb darüber noch? pracferunt prudentes medici Balsama nativa, terebenthmam, bal- sanium de Mecha, Copaybae, peruvianuin ... Die neuere Epoche der balsamischen Substanzen beginnt streng genommen mit dem ier- be?itin, der, obschon im Alterthume im Gebrauch'), vom 18. Jahr- hunderte an, nicht bloss in der uicerösen Lungenphthise, sondern auch gegen Haemoptysis angewendet wurde. Vom Oleum^ tercbm- thinae gegen Blutspeien lesen wir noch bei Lange 18512), im Jahre 1859 empfahl ferner noch Keredan das Harz von Pinns maritima, Owen Drvy die Tinctur der Binde vom Lerchenbaum gegen Blut- spucken. Im laufenden Jahrzehnt wurde er jedoch wieder ziemlich, in den Schatten gestellt bei den I<]ngländern hauptsächlich durch das ÄspJialt-Oel oder Bergöl, womit Thilenius lü Phthisische hergestellt haben wollte, das Bang ein göttliches Mittel nannte. Andere mässig- ten jedoch wieder sein Lob, wie K. G. Neumann und L. W. Sachs, welche dessen Heilkraft nur auf die sogenannte Schleimschwindsucht beschränkten, wiewohl Tkeden in seinen 4 Heilungen diesen Unter- schied nicht ausgesprochen hatte., ßergharz, Naphtha Petrolei, Naphtha medicinal der Engländer hatten ihre therapeutischen Stützen haupt- sächhch in der Atmiatrie gefunden. Trotz den glänzenden Resultaten, Yfelche Hasiivgs damit erreicht haben will, nemlich 66 Ilcilungen von Phthisen im ersten Zeiträume auf eine Anzahl von 200, und 2 voll- ständig gelungene unter solchen, bei denen Excavationen nicht zu verkennen waren, — dann trotz jenen von Hocken, welcher von 27 Kranken 7 damit geheilt haben will, riethen in England und in Frankreich Aerzte davon ab. Völlig scheinen darüber die Versuche entschieden zu haben, die man damit im Spital für Lungenkranke zu London angestellt hat, und welche nicht dafür entsprachen. Sowie die Harzmittel in der Chirurgie als äusserlich heilend Stand hielten, so war es damit auch der Fall in der Phthiniatrik, wo die Inha- lationen sich am besten bewährt zu haben scheinen. Unter gleicher Categorie stand auch das „Creosot bei der Phthisen-Heilung ein. Seine 1) Tussi ac tabi oonvenit per se aut in eclegmate ex melle — vitia pectoris expürgat (Ruelle de Soissons interpres Dioscoridis). 2) Deutsche Klinik 1851. Noch ein Jahrzehnt früher hatten Hughes und Oless ein Terbentin-Liuiment als den wirksamsten äusseren GegenrcLz empfohlen.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b20398219_0273.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)