Die Diagnose und chirurgische Behandlung der Unterleibsgeschwülste : sechs Vorträge / von T. Spencer Wells, gehalten im Amphitheater des Royal College of Surgeons in London im Juni 1878 ; verdeutscht von Ferd. Junker von Langegg.
- Thomas Spencer Wells
- Date:
- 1878
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Credit: Die Diagnose und chirurgische Behandlung der Unterleibsgeschwülste : sechs Vorträge / von T. Spencer Wells, gehalten im Amphitheater des Royal College of Surgeons in London im Juni 1878 ; verdeutscht von Ferd. Junker von Langegg. Source: Wellcome Collection.
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![auch manche Stufe hat der Vorgänger bereits geebnet. Durch kräftige Arbeit, nicht durch ideale Begeisterung allein, wird die 1 errungen. Wir begegnen Mc. Do well häufiger auf dem rauhen, furchem Felde der Praxis, denn auf den glatten Pfaden der Literatur. E ein Mann von freisinnigen, hochherzigen und vorgeschrittenen Ansic welche sieh in seinen Aeusserungen über jene Operation wiederfi die er nach jahrelangem erwartungsvollem Harren und gewissen' Vorbereitung ins Leben gerufen. Er hoffte, dass die Ovariotomie ein Segen der Menschheit werde. Dass seine Erwartungen nicht gewesen, haben die Erfolge bewiesen. Allein er sah auch die Gef voraus, welche ihr in den Händen seiner vorschnellen und urtheik Nachfolger drohten. Er kleidete seine Pesorgniss in folgende W »Ich glaube, dass meine Beschreibung dieses Operationsverfahrens der Anatomie der betreffenden Theile genügend klar und deutlicl um Jeden in den Stand zu setzen, mit Sicherheit operiren zu köi welcher die Kenntnisse eines tüchtigen Anatomen, mit der Erfahrunj Geschicklichkeit eines vorsichtigen und gewissenhaften Chirurgen einigt. Ich hoffe jedoch, dass sich Niemand, dem diese Eigenscl mangeln, an diese Operation wagen werde. Es ist mein innigster Wu dass diese Operation den blos mechanischen Chirurgen stets unvers lieh bleibe. Solche waren immer der Fluch unserer Wissenschaft, drängen sich in die Reihen unserer würdigen Standesgenossen mit k anderen Mitgift, als Tollkühnheit im Unternehmen, Unbewusstheit eigenen Verantwortlichkeit und Gleichgültigkeit gegen das Wohl Leben ihrer Kranken. Sie folgen den Anleitungen eines gleich : mechanischen und unerfahrenen Schriftstellers, schneiden und zerrei furchtloser Rücksichtslosigkeit, vollkommen unfähig eines eigenen theiles und der Ueberlegung im Falle unerwarteter Erscheinungen nur zu häufig ohne die geringste Kenntniss der anatomischen Ve] nisse jener Theile, an welchen sie operiren. Die aberwitzigen um fahrvollen Versuche solcher Charlatane bringen nur Unheil ihren Kr und entweihen den erhabenen Beruf des Arztes. Durch sie wird u heilige Wissenschaft zu einem gemeinen Handwerke erniedriget.« — Alle Ehre sei denn dem Andenken Mc. Dowell’s von Ivent welcher, (um mit Hufeland zu sprechen): »seinen Beruf als ei: habenes und heiliges Priesteramt erfasste und mit selbstlosem Sinne, zu seiner eigenen Erhebung, nicht zu seinem eigenen Ruhme, soi nur zur Verherrlichung Gottes und zum Heile seiner Nächsten ve: tete; und dem, nun schon längst zur Rechenschaft abberufen, wohl der Lohn für sein getreues Wirken geworden ist.« —](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22368905_0108.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)