Lehrbuch der chirurgischen Operationen und der chirurgischen Verbände.
- Alexander von Winiwarter
- Date:
- 1895
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Credit: Lehrbuch der chirurgischen Operationen und der chirurgischen Verbände. Source: Wellcome Collection.
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![Verbände bedeckt; Kopf und Hals des Operirten werden durch ein grosses Verbandkissen, durch Fournierholzspähne und Organtinbinden immobilisirt. Schema der Unterbindung der Carotis communis dextra^). Aussen tt_„^. Innen (lateral) ■^^''^- (medial) Platysma myoides. Fascia colli (vorderes Blatt der Scheide des M. sternocleidomastoideus). -*-<« M. sternocleidomastoideus). Fascia media colli (hinteres Blatt der Scheide des M. sternocleidomastoideus). Musculus omohyoideus. (Mm. sternohyoideus und sternothyreoideus. »»-> (Schilddrüse »w—>• Ramus descend. N. hypoglossi. Gemeinsame Gefässscheide. f—m Vena jugularis interna.) Carotis communis. N. vagus. [N. sympathicus]. Das eben beschriebene Verfahren (Methode von A. Cooper) ist das normale; in manchen Fällen ist man gezwungen (z. B. wegen eines Aneurysma), die Carotis näher centralwärts zu unterbinden, indem man entweder zwischen beiden Köpfen des M. sternocleidomastoideus (nach Zang) oder am äusseren Rande des M, sternohyoideus (nach Mal- gaigne, Allan Bums und Scarpa) in die Tiefe vordringt, wobei eventuell die Portio sternalis des Kopfnickers oder der M. sternohyoideus durchtrennt werden. Wenn die Carotis nach aussen und hinten ver- drängt ist, was am Häufigsten durch eine Kropfgeschwulst geschieht, so soll man (nach Velpeau und Bautzenberger) am hinteren (late- ralen) Rande des Kopfnickers in der Höhe des Ringknorpels einschneiden und daselbst die Arterie aufsuchen, welche in solchen Fällen hinter der Vena jugularis communis und mehr nach aussen zu liegen pflegt. 3. Die Carotis externa und ihre Zweige. §. 21. Topographie. Die Carotis communis theilt sich in der Höhe des oberen Randes des Schildknorpels in ihre beiden Hauptäste: Carotis externa und interna; die Carotis externa giebt sofort von ihrem Ursprünge an in ganz kurzen Distanzen an ihrer vorderen Seite drei fast gleich starke Zweige ab: die Art. thyreoidea superior, welche zuweilen bei hochliegender Theilung der Carotis com- munis noch aus letzterer entspringt, die Arteria lingualis, und die Arteria maxil- laris externa seu facialis; .an ihrer inneren Seite entspringt die Arteria pharyngea ascendens und von ihrer hinteren Seite die Arteria occipitalis. Diese fünf Zweige liegen ganz nahe beisammen in dem sog. Trigonum cervicale superius und im unteren Winkel der Regio inframaxillaris. Das obere Halsdreieck wird begrenzt durch folgende Linien: eine Linie vom Warzenfortsatze zum Körper (resp. zum kleinen Hörn) des Zungenbeines, eine vom Körper des Zungenbeins zur Mitte des Kopfnickers und eine Linie, welche von der Mitte des Kopfnickers_ längs seines medialen Randes bis zum Warzenfortsatze gezogen wird. Die Regio inframaxil- 1) Das Zeichen ^-m) bedeutet, dass das zwischen Pfeil und Klammer ge- nannte Gebilde nach der Richtung des Pfeiles verschoben werden soll, also nach aussen oder innen, oben oder unten, z.B.: *-m M. sternocleidomastoideus) heisst: der M. sternocleidomastoideus wird nach aussen gezogen. Die Klammer [ ] um ein Wort bedeutet, dass das betreffende Gebilde bei regelrechtem Vorgehen nicht freigelegt werden soll.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21203878_0050.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


