Das Verhalten der Pupille im Tode : ein Beitrag zur Kenntnis der mortalen Augenveränderungen / von Walter Albrand und Heinrich Schröder.
- Albrand, Walter.
- Date:
- 1905
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Credit: Das Verhalten der Pupille im Tode : ein Beitrag zur Kenntnis der mortalen Augenveränderungen / von Walter Albrand und Heinrich Schröder. Source: Wellcome Collection.
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![protahierter Agone dürfte sich neben äusseren Zeichen des Auges [intensive und ausgedehnte Schwärzung der Con- junctiva Bulbi schon ante mortem beispielsweise im Falle No. 43 der Tabelle III vorhanden] auch bezüglich des Fundus regelmässiger das Verhalten finden lassen, welches sich durch einen sehr frühen, fast völligen Gefässmangel der Retina charak- terisiert (cf. Arch. f. Augeuheilk., Bd. I, H. 2, 1904, pag. 146), ein Verhalten, wie es bei dem soeben genannten Leichenfalle gleichfalls sehr deutlich ausgeprägt war. Die exquisite Ver- färbung der Augapfelbindehaut dieses Falles scheint dem Verfasser um so mehr einer kurzen Erörterung wert zu sein, als dieselbe sich beiderseits noch innerhalb der Agonie aus- bilden konnte (siehe Fig. 1). Schon 12 Stunden ante mortem Fig. 1. Die beiden Augen der Leicho No. 43 (f Anstalt Sachsenberg 1901). 16 Min. post mortem gezeichnet. R. enorme intensive Sclmurzfärbung der Conjunctiva Bulbi; L. circumscrivte Fleckungen derselben nach innen, unten und aussen. Die Con- junktiven sind von einzelnen stärker gefüllten Gefässästen durchsetzt (Venen); z. T. zeigen sie namentlich ara Rande der schwärzlichen Flecken einzelne rot© Partioen, die sich bei Inipeubcsichtigung in ein Netz feinster, mit Blut gefüllter Gofässchen auflösen. zeigten sich an dem rechten Auge etwa in der Intensität und Ausdehnung, wie im Tode an dem linken, im Bereiche eines durch die weit klaffenden Lider vergrösserten Lid- spaltenabschnitts der Conjunctiva Bulbi ausgesprochene Ein- trocknungserscheinungen, die sich bei dem'schleicheuden Verlaufe der Agone weiterhin zu einei- Höhe und einem Um- fange entwickelten, wie es die nebenstehende, nach der Natur vom Verfasser entworfene Skizze zur Zeit des Todes wieder- zugeben versucht. Schon im Leben kurz vor dem Tode sah das rechte Auge aus, wie in Tinte getaucht, was wegen der Contrastieruug zu dem wachsbleichen, stark eingefallenen Gesicht des Sterbenden mit leicht prominenten Bulbis und](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21638767_0189.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)