Handbuch der Neurasthenie / bearbeitet von R. v. Hösslin [and others] ; herausgegeben von Franz Carl Müller.
- Date:
- 1893
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Credit: Handbuch der Neurasthenie / bearbeitet von R. v. Hösslin [and others] ; herausgegeben von Franz Carl Müller. Source: Wellcome Collection.
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![Schwertes. ^ Die hypnotischen Proceduren vereinigen, wie viele andere Heihnittel, in sich die Eigenschaften des Heilmittels und des schädigen- 1) Die bekannteren Autoren auf hypnotischem Gebiet sprechen sich in folgender Weise über die Gefährlichkeit der Hypnose aus (entnommen meinem Werke über Suggestionstherapie): a. Yg\. Ringier, Erfolge des therapeutischen Hypnotismus in der Land- praxis (Lehmann, München 1891). Der Verfasser gibt eine Uebersicht über 210 Fälle seiner Praxis, die allen Anforderungen in Bezug auf Genauigkeit der Dar- stellung, ziflernmässige Gruppirung, Fortbeobachtung nach Entlassung etc. genügen. Er hat niemals einen schädigenden Einfluss von der Hypnose gesehen. b. Van Renterghem und van Eeden, Compte rendu des resultats obtenus pen- dant la premiere periode bisannuelle 1887—1889 (Bruxelles, Manceaux). Die Ver- fasser, deren Klinik ich im Jahre 1891 besuchte, treten ebenfalls für die Unschäd- lichkeit der therapeutischen Hypnose ein und konnten die 414 Fälle der genannten Schrift in der Zwischenzeit durch nahezu 1000 neue Erfahrungen ergänzen. c. Wette)-strand unterwarf zufolge seiner Schrift: „Der Hypnotismus und seine Anwendung in der praktischen Medizin (Urban u. Schwarzenberg, Leipzig und Wien 1891) im Laufe der letzten Jahre 3200 Personen der hypnotischen Proceduren, erzeugte etwa 60000 mal die Hypnose, ohne jemals nachtheilige Folgen davon zu beobachten. d. von Corval („Suggestivtherapie in Realencyclopädie der gesammten Heil- kunde von Eulenburg, Encyclopäd. Jahrbücher L Band, Urban und Schwarzen- berg) gibt eine vollkommene Uebersicht über diesen Zweig der Therapie und kommt auf Grund eigener und fremder umfangreicher Erfahrungen zu dem Schluss, dass die richtig eingeleitete Hypnose keinerlei Gefahren mit sich bringe. e. Minde bespricht in seinem lehi-reichen, mit zahlreichen wichtigen literari- schen Nachweisen ausgestatteten Werk „Ueber Hypnotismus (Diepolder, München 1891) S. 62 die Gefahren des Hypnotisirens. Diese entstehen nach ihm lediglich durch leichtfertiges Spielen, gedankenloses Experimentiren, Befriedigung der Neu- gierde und Eitelkeit, bei Schaustellungen zur Unterhaltung, und sind in der Regel dilettantischem Unfug oder falscher Methode, oder den Autosuggestionen der Versuchspersonen zuzuschi-eiben. Auch Minde glaubt (S. 66), dass dieselben sich bei gehöriger Vorsicht vermeiden lassen. f. Prof. V. Krafft-Ebing fasst seine Ansicht über diesen Punkt in einer seiner letzten Arbeiten über Hypnotismus („Zur Verwerthung der Suggestionstherapie [Hypnose] bei Psychosen und Neurosen, Wiener klin. Wochenschrift 1891, Nr. 43) in folgenden Worten zusammen: „Hypnotisch suggestive Behandlung muss ich nach meinen Erfahrungen für unschädlich erklären, sobald sie sachverständig und den Umständen des individuellen Falles angepasst, geübt wird. g. Auch Preyer (Der Hypnotismus, „Vorlesungen, Urban u. Schwarzenberg, Leipzig u. Wien, S. 146) redet der therapeutischen Anwendimg der hypnotischen Suggestion warm das Wort und glaubt, dass die Hypnose „nur bei ungeschickter Verwendimg nachtheilig wirken kann. h. Liebeault, der seit 30 Jahren 10000 Personen hypnotisirt hat (einige davon über 100 mal), schreibt seine anfänglichen „petits malheurs unrichtigem Vorgehen zu und hat bei gehöiiger Vorsicht niemals Nachtheile vom Hypnotisiren beob- achtet. Vgl. Revue de l'hypnot. I., S. 105 ff. 36*](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21907419_0581.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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