Zur Laparotomie bei Perforativperitonitis / von Th. Escher.
- Escher, Theodor.
- Date:
- 1887
Licence: Public Domain Mark
Credit: Zur Laparotomie bei Perforativperitonitis / von Th. Escher. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Jejnmim. Audi im dritten Falle von Krönlein ist aiis- driieklicJi angegeben : „Das Abdomen idelit anfgetrieben. eher krampfhaft znsammengezogen“; über die rjeberdämpfnng ist ni(;lits gesagt; als am fünften Tage die 1 Laparotomie gemaebt wni'de, entleerte sieb „Flüssigkeit mit Luftblasen“, also ti*otz über viertägiger Dauer doch keine bedeutende Xenge (i-as; die Perforation sass im Jejunum. Diese Fälle sprechen wohl genügend dafür, dass die Perforativperitonitis ohne Entwicklung freien Gases und Meteorismus verlaufen kann, und dass, wo unter diesen Ver- bältnissen der perkutorische Befund im Beginne (24 Stunden und mehr) normal erscheint, es sich wahrscheinlich um eine Perforation im Bereiche des Jejunums handelt. Dass es dann auf die Grösse oder Kleinheit der Oeffnung allein nicht an- kommt, ob die Gasentwicklung und das Erscheinen der Dämpfung früher oder später auftritt, wie Beck meint, dies geht aus dem Falle Michael M. zur Genüge hervor, wo ja zwei sehr grosse Oeffnungen da waren und doch erst nach 24 Stunden die Perkussionsverhältnisse sich zu ändern an- üngen. Im Uebrigen mag es dahingestellt bleiben, ob auf die Verlangsamung der Gasentwicklung bei Jejunumperforation noch andere Momente einwirken, wie z. B. die antiputride Wirkung der Galle, an welche man denken könnte, wenn man den akuten Verlauf der Magen- und Duodenumperforation mit dem doch stets durch mehrere Tage sich hinziehenden Verlauf bei Dünndarmperforation vergleicht. Es genügt mir, auf das Fehlen freien Gases und auf das verspätete Auftreten nachweis- ])arer Dämpfungen bei Jejunumperforation hingewiesen zu liaben, Befunde im Beginne einer Perforativperitonitis, die mir für den Sitz der Perforation im Jejunum charakteristisch und diagnostisch verwerthbar scheinen; wenn also aus der Anamnese, dem lokalisirten intensiven Schmerze, dem Erbrechen und den Kollapserscheinungen die Diagnose auf Perforativ- peritonitis gestellt werden muss, so kann aus dem .Fehlen von freiem Gase, von Meteorismus und von Dämpfungen im Beginne und aus dem nur allmäligen, verzögerten Auftreten dieser Symptome im weiteren Verlaufe mit Wahrscbeinli(;hkeit der Schluss auf Perforation des /lejunums gezogen wei’deii. 'b Langenbeck’s Arch. Bd. 33, S. 522. Selbstverlag des Verfassers. — Druck der k. Wiener Zeitung.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22453362_0026.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)