Zur Quellenkunde der persischen Medizin / Adolf Mauritz Fonahn.
- Adolf Fonahn
- Date:
- 1910
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Credit: Zur Quellenkunde der persischen Medizin / Adolf Mauritz Fonahn. Source: Wellcome Collection.
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![Mss.: 39 (pt. 5; Seetzen: Kat. 1163) Gotha (Kat. Pertsch). 131 Foll., 26 Zeil.; sehr schönes Näshi, größtenteils vokalisiert; nicht gerade sehr korrekt (Pertsch). Enthält nur Kitäb I. Die Reihenfolge der Kapitel über Krankheiten und deren Behandlung usw. ist die folgende: Kopf und Gehirn; Augen und Augenwimpern; Mund, Ohren, Nase; Zähne und Zunge; Hals, Brust, Lunge; Seite1) (jJlgj) und Herz; Magen; Leber und Milz; Darm und Anus; Nieren und Blase; männliche Geschlechtsteile; weibliche Geschlechtsteile. Dann ansteckende und epidemische Kranich., wie Blattern, Pest usw ; Fieberarten, die aus Angst, Furcht und Kummer entstehen. Der Verf. sagt, daß er in den 224 Kapiteln im ganzen 360 Krankheiten abgehandelt habe. — CCCLVII Upsala (Kat. Tornberg Pag. 238). jJl* IäjjIJj l&lLi }f. Verf.: jur ^jyyii] y\ ^yj jj fiJJ . Enthält nur Kitäb II., in vier Kapitel geteilt: Kap. I einfache und Kap. II zusammengesetzte Arzneimittel; Kap. III Ersatzmittel, und Kap. IV medizinische Ratschläge. Cod. in fol. max., Foll. 76, Zeil. 30, in schönem und distinktem Näshi. [St. 4.J — [Bei Nr. 4157 'Umümi, Konst., betitelt äl-mufrädät wä T-muräkkäbät Verfass.: , steht die türkische Anmerkung _JaJ| was vielleicht bedeuten soll, daß die betr. Abhandlung ein Teil von einem Werke ^hJ) iblsT ist. Horn (,,Const.‘‘) gibt leider keinen Kommentar zu dieser Anm. und notiert auch kein wJall tblä! als in der Bibi. 'Umümi vorhanden.] 20. LB2JI ijür Kifajät äl-atibbä’, „Das Hinreichende für die Ärzte.“ Anonym. Ms.: Madras. I Kopie. Es lassen sich vorläufig keine weiteren Mitteilungen über diese Schrift machen. 21. tgtblä^LqAI 1 Ma din äs-stfa-i-Sikändarsahi, „Fundgrube der Heilung, für Sikändärsah. Heißt auch Tibb-i-Sikändäri. Verfasser: Bhüwah bin Hawäss Hän QjüuMjL ^y [oder: «j^). Die Abfassungszeit dieser Schrift ist nach Hdschriften im Brit. Mus. A. H. 918 (= 1512/13 n. Chr.); der Verfasser lebte als einer der größten Emire in der Regierungszeit des Sikändär Sah Lüdi (A. H. 894—923 = 14S8/89 — 1517/1S n. Chr.). Der Verfasser hatte — so geht aus der Einleitung hervor — dem Si- kändär Sah erklärt, daß die griechische .Medizin den Eingeborenen in Indien nicht gut paßte und hatte die Beistimmung des Sah zur Komposition vorliegender Abhandlung erhalten; diese wurde aus indischen (d. h. sanskritischen) Quel- len, die im Text aufgezählt werden, kompiliert. — Die Einteilung und der Inhalt ist: Muqaddimä. Über die Definition der Medizin und den Wert der Grundsätze derselben. Bäb I. Einführung in die Therapie (sanskrit: sütrasthäna). 30 Fasl (bei Haas: 32). Bäb II. Gestalt des Menschen2) und Anatomie der Körperteile (eig. steht: Glieder), (sanskr.: särirasthäna). 9 Fasl. Bäb III. Symptomatologie und Therapie der Krankheiten (sanskr.: nidänasthäna und cikitsästhäna). 87 Fasl. In Z. D. M. G. Bd. 30, 1876, Pagg. 631—641 hat E. Haas die Einleitung (Muqaddimä) und Fasl 23 des Bäb I in seinem bekannten Artikel: „Über die *) Zwischen Achselhöhle und Hüfte. 2) s-.-H-r Haas übersetzt dies mit: „Über das Wesen des menschl. Körpers.“](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28037935_0028.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)