Zur Quellenkunde der persischen Medizin / Adolf Mauritz Fonahn.
- Adolf Fonahn
- Date:
- 1910
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![Gedenken wir schließlich noch seines geschichtlichen Sinnes und seiner vergleichenden Betrachtungsweise. Er allein von allen arabischen Augenärzten, deren Werke uns vorliegen, hat in kurzen Strichen die Entwicklung der ara- bischen Heilkunde richtig gezeichnet. Er hat auch versucht, in seiner geogra- phischen Mittelstellung zwischen dem Iräq, dem Fruchtgarten der arabischen Wissenschaft, und zwischen Hindostan, — die Star-Operation der Hindus, der Iraqenser und der Griechen miteinander zu vergleichen: daß er hierin sich geirrt, haben wir bemerkt, wollen es aber nicht mit zu herbem Tadel belegen.“ Zum Schluß seien noch aus Hirschbergs Wiedergabe der Vorrede1) ein paar Passus herausgenommen: „Die Heilkunde ist zuerst in griechischer und syrischer Sprache abgehandelt worden, bis zur Zeit unseres Propheten. Dann wurde die arabische Sprache vorgezogen. Die Araber haben Werke aus der griechischen und der syrischen Sprache übersetzt. Jetzt schreiben bei uns die meisten Leute Bücher in persischer Sprache. Auch ich habe mein Buch persisch verfaßt, damit der Vorteil desselben allen Leuten zugute komme. Gott, der in dieser Zeit die Perser liebte, hat es verlangt. Über die Augenheilkunde ist bisher wenig geschrieben worden. Aller- dings hat Hunain speziell über das Auge ein Werk in zehn Büchern ge- schrieben; auch Jühanna b. Maswijah und Muh. b. Zakarijä und andere haben etwas darüber geschrieben. Aber in Vollständigkeit haben sie den Gegenstand nicht dargestellt. Keiner von denen, die vor mir geschrieben, hat die Sache vollendet. . . . Ausgewählt habe ich, was mir gefiel, aus den Dar- stellungen des Galen und des Hunain. Das ist kein Fehler/1 Er vergißt dabei den 'Ali b. 'Isä, aus dem er manches wörtlich entnommen, zu nennen (Hirschb.). Ms.: 1575 [Sale 72] Bodl. Libr. Ox. Foll. 161, Fol. 20 unbeschrieben; Zeil. 25. Nästa'liq. Größe 9 inch. X 6*/2 inch. Etwas defekt am Anfang und Ende, indem die Handsclir. plötzlich mitten in der Vorrede anfängt, und gegen das Ende der I0ten Maqälä abbricht. Maq. 1. auf Fol. 3r, 2. Fol 24/, 3. Fol. 45r, 4. Fol. 74r, 5. Fol. ioov, 6. Fol. 104v, 7. Fol. 119', 8. Fol. I29r, 9. Fol 131'’, 20. Fol. 141r. — G. 63. (364) As. Soc. Beng. Nästa'liq. Ver- fasser: Muhammäd bin Mänsur Gurgäni. 51. Tractatus de morbis oculorum et eorum remediis. Anonym. Hirschberg2) hat nach einer photographischen Reproduktion des An- fangs und Endes der einzig bekannten Hdschr. in „Bibliotheca Medicea Lauren- tiana“, Cod. CCXLI, folgendes eruiert: „Es ist eine persische, fast wörtliche Übersetzung der arabischen tadkirah von 'Ali b. 'Isä, unter Fortlassung der Ein- leitung und der Schlußkapitel, also von I, c. 1 bis III, c. 23. Eingefügt sind allenthalben wiederholende Gedächtnisverse. Das letzte Kapitel (III, c. 21), von der Erhaltung der Gesundheit des Auges, ist ganz und gar in Verse aufgelöst, ') H. hat, wie er bemerkt, durch Herrn Dr. A. Cowley in Bodl. Libr. Ox. eine photogr. Wiedergabe der Einleitung (3 Seiten) und des wichtigsten Abschnittes (des 7. Buches — Augen- operation, 17 Seiten) erhalten; Herr Prof. Dr. Oscar Mann zu Berlin hat dann die keineswegs leichte Übersetzung besorgt. 2) Op. c., Pagg. 62.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28037935_0053.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)