Einige Beobachtungen über schmerzhafte Atrophien der Mamma, Cirhossis mammae und atrophirende Sarcome derselben / von A. Wernher.
- Wernher, Adolph, 1809-1883.
- Date:
- [between 1863 and 1883?]
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Credit: Einige Beobachtungen über schmerzhafte Atrophien der Mamma, Cirhossis mammae und atrophirende Sarcome derselben / von A. Wernher. Source: Wellcome Collection.
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![kommen oder bei wirklichen Krebsen fehlen können. Die vermehrte Härte und höckrige Oberfläche wird sich überall finden, wo an die Stelle der mit Fett durchsetzten Brust¬ drüse ein festeres Gewebe tritt, bei Fibroiden, Sarcomen. oder wo nur, wie bei der Cirrhose, das interstitielle Feti schwindet und das Brustdrüsengewebe sich zusammenzieht Viele Krebse sind dagegen viel weicher, elastischer, glät ter als die normale Drüse. Die Brustwarze steht und fäll mit der Entwickelung und Anwesenheit der Milchgänge: Ich habe sie nicht allein bei vielen ganz entschiedenem Krebsen, die aber das Drüsengewebe nur zur Seite gescho! ben, nicht gänzlich verdrängt hatten, von ganz unveränder ter Grösse, sondern auch in mehreren Fällen ganz entschie i dener, durch genaue mikroskopische Untersuchung bestätigte:; Krebse so entwickelt, wie bei Wöchnerinnen, gesehen; e ! liess sich zuweilen sogar ein milchähnlicher Saft aus ih heraus drücken, der sich als eine Mischung von zahlreicher. Krebszellen, Fetttropfen, Caseinbrocken und Colostrumku! geln auswies. Es war dieses bei akuten eingestreuten Krem sen der Fall, welche den drüsigen Theil der Brust noch nicht gänzlich verdrängt, wohl aber durch ihre Nachbarschaff gereizt hatten. Bei der Cirrhose bleibt die Warze, weil di« Drüse noch besteht, sie fängt aber an breiter, höckerige] zu werden und zieht sich in die Tiefe, wie die einzelnem Drüsenlappen zu verschrumpfen anfangen. — Der Schmer! hängt natürlich mit einem veränderterten Zustande der Ner] ven zusammen und weist sich bei vielen Krankheiten de> Mamma sowie auch bei dem Krebse derselben als eine ei gentliche Neuralgie aus. Er wird wohl in keinem Falls fehlen, wo die Nerven durch Einlagerung eines fremden Stoffes, Ausdehnung oder Verschrumpfung des Organs in ein widernatürliches Verhältnis treten und lässt sich viel: leicht allein schon aus den veränderten mechanischen Zu» ständen der Lagerung, durch abnormen Druck und Zugü den sie erleiden, erklären. Die Verbreitung über die Brusi und die Achselhöhle , die Schulter und selbst den ganze:?! Arm der leidenden Seite erklärt sich aus der Vertheiluni der Nervi thoracici anteriores sowohl über die Brustdrüse als über die genannten Theile, sowie aus der Verbindung welche der Nervus intercostalis secundus und tertius ml den Nervis cutaneis brachii eingehen. — Die obigen Syrnf ptome sind also nach keiner Seite hin charakteristisch un ?](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30566125_0014.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)