Einige Beobachtungen über schmerzhafte Atrophien der Mamma, Cirhossis mammae und atrophirende Sarcome derselben / von A. Wernher.
- Wernher, Adolph, 1809-1883.
- Date:
- [between 1863 and 1883?]
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Credit: Einige Beobachtungen über schmerzhafte Atrophien der Mamma, Cirhossis mammae und atrophirende Sarcome derselben / von A. Wernher. Source: Wellcome Collection.
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![wesenen Frau) nicht allein entwickelt sind und sichtbar hervortreten, sondern dass ihre Entwickelung selbst die, wie sie bei Säugenden normal ist, weit übertrifft-, jedoch wieder mit der bemerkenswerthen Eigentümlichkeit, dass die Entwickelung des ganzen Organs, trotz des hypertron phischen Vortretens seines wichtigsten Theiles, hinter die normale zurück gewichen, in hohem Grade atrophisch ist. Der Zufall hat es mit sich gebracht, dass ich, bald nach der Absendung des vorhergehenden Aufsatzes eine neue; Beobachtung über denselben Gegenstand anzustellen Gele¬ genheit hatte, welche die früheren ebensowohl zu bestätb gen, als zu vervollständigen geeignet sein möchte. Frau Feldmann, die 44jährige Ehefrau eines Schnei¬ dermeisters aus B., wurde am 12. März wegen eines har¬ ten, schmerzhaften Tumors in ihrer rechten Mamma in das Giessener akademische Hospital aufgenommen. Sie ist eine blasse, hellblonde, schwächliche, blutarme Frau, noch regeF mässig menstruirt, Mutter von 4 Kindern, von denen die; ersten Zwillinge und die sie sämmtlich selbst geschenkt i hat. In ihrem zweiten Wochenbette erlitt sie, wie es scheint? durch Unregelmässigkeiten in dem Anlegen des Kindes ver-i anlasst, eine Entzündung der rechten Brust, ungefähr an] derselben Stelle, an welcher sich jetzt der Knoten befindet i Die Kranke wurde jedoch durch diesen Zufall nicht gehind dert ihr Kind an beiden Brüsten forttrinken zu lassen. ISTacI; wenigen Tagen waren alle Beschwerden wieder verschwund den. In dem darauf folgenden und letzten Wochenbette.” vor 6 Jahren, war der Zustand beider Brüste durchaus nor-^ mal. Seitdem ist die Frau nicht wieder schwanger gewor-j den und auch, abgesehen von den Folgen eines starken Hängebauchs, der nach der ersten Schwangerschaft zurück-1 geblieben war, im Ganzen immer gesund gewesen. Der Tumor wurde zufällig beim Waschen, vor etwai1 ^ Jahre entdeckt. Er bestand damals aus zwei kleineren' Knötchen, welche sich später zu einem einzigen vereinig-i ten. Beide zusammen waren, zur Zeit als sie entdeckt* wurden, nicht viel kleiner als der jetzige Tumor. Ihref Entstehung fällt also wahrscheinlich in eine ziemlich viel« frühere Zeit zurück. Der Knoten liegt in dem oberen Tlieile der mässig?](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30566125_0022.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)